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© ESL - Helena Kristiansson
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Die asiatischen Newcomer schlagen hohe Wellen und wollen sich jetzt in Polen beweisen.

Von Oskar Gruner

Seit Jahren wird CS:GO von westlichen Teams dominiert. Deutsche, Amerikaner und Schweden zählen zu den festen Größen des eSports. Jetzt macht mit MongolZ allerdings ein asiatisches Team von sich reden.

Die Außenseiter treten am Mittwoch, bei den Intel Extreme Masters Katowice, gegen die Deutschen von mouesports an.

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Überraschende Qualifikation

Der Weg dorthin war alles andere als einfach für MongolZ, die sich durch diverse asiatische Turniere gekämpft haben.

Nach durchwachsener Performance bei diversen Minors im vergangenen Jahr und einem vierten Platz bei ihrem ersten Premier in China, machten sie erst mit einem ersten Platz beim Qualifier für die Intel Extreme Masters in Taipei von sich reden.

Nach einem weiteren ersten Platz beim E-Frag Rising Stars Asia Minor kam dann die große Überraschung. Die MongolZ schlugen die australischen Renegades im Finale der IEM Taipei 2:0.

Visaprobleme ruinieren Debüt im Westen

Die nächste Station auf dem Siegeszug sollte dann der MLG Major Qualifier im amerikanischen Columbus werden. Doch hier begannen die Probleme.

Die U.S.-Behörden weigerten sich, trotz intensiver Unterstützung seitens der Veranstalter, den Mongolen die nötigen Visa auszustellen. Die Begründung von offizieller Stelle war, dass nicht ausreichend Grund zur Annahme bestünde, dass das Team nach dem Turnier die Vereinigten Staaten wieder verlassen würde.

Nachdem mehrere Anläufe bei der US-Botschaft in Ulaanbaatar scheiterten und dem Team die Zeit davonlief, entschieden sie sich schweren Herzens, den Qualifier aufzugeben und traten stattdessen die Reise nach Peking an, um wenigstens die Visa für die IEM in Katowice rechtzeitig zu erhalten.

In einem Eilverfahren von nur drei Stunden wurden die Visa von der polnischen Botschaft genehmigt und die MongolZ konnten umgehend nach Polen fliegen.

Schweres Los in Gruppe A

Dort angekommen müssen sie sich jetzt nicht nur gegen mousesports, sondern auch so große Namen wie Natus Vincere und Fnatic beweisen.

Wie weit es die Mongolen beim größten Turnier ihrer Laufbahn bringen bleibt abzuwarten. Aber schon jetzt gelten sie als eines der erfolgreichsten asiatischen CS:GO-Teams aller Zeiten.

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