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© ESL - Helena Kristiansson
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Moskau - Das unkonventionelle Format sorgte für Spannung bis zum Ende. Erst in der letzten Runde wurde die endgültige Platzierung in der Gruppe entschieden.

Von Mike Koch

Die EPICENTER-LAN beherbergt seit dem 17. Oktober die CS:GO Weltelite in der Landeshauptstadt Russlands.

Im Kampf um 500.000 US-Dollar kam es nun zu den ersten Entscheidungen: Erst nach dem letzten Spiel wurde es entschieden – NiP und HellRaisers schaffen es nicht in die Playoffs.

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Knappes Aus am letzten Spieltag

Das unkonventionelle Best-of-Two-System zeigte gleich verheerende Nachteile: Fast alle Spiele endeten mit einem 1:1-Unentschieden, da die beteiligten Teams ihre eigene Map meist gewinnen konnten – schwierig also einen Gewinner zu finden.

Vor allem in der ersten Gruppe zeigte sich das Ausmaß des Problems. Drei der vier Teams zogen in die Playoffs ein, nur NiP schaffte den Sprung in die Playoffs nicht und das nur, weil sie im letzten Spiel nicht genug Runden holen konnten.

Für HellRaisers hingegen ging es nicht so knapp zu: Die Osteuropäer mussten in der zweiten Gruppe eine 0:2-Niederlage gegen SK Gaming einstecken und schafften damit ebenfalls nicht den Einzug in die Playoffs.

Eine Runde macht den Unterschied

Vor allem im Duell um den zweiten und dritten Platz wurde es sehr eng: In beiden Gruppen hatten die Teams gleich viele Punkte, gleich viele Siege und Niederlagen – es kam also rein auf die Rundendifferenz an.

Eine Runde machte den Unterschied in Gruppe A: Sowohl Dignitas als auch G2 Esports hatten beide 80 Runden verloren und mehr als 80 gewonnen.

Da die Franzosen von G2 82 Runden holten, während die Dänen nur 81 Runden hatten, ist G2 der Gruppenzweite – so knapp ging es noch nie zu.

Im Gegensatz dazu profitierte Natus Vincere vom deutlichen Sieg gegen NiP und zieht als Gruppenerster direkt ins Halbfinale.

Aber auch in Gruppe B wurde die Entscheidung erst ganz am Ende gefällt.

SK Gaming strauchelt gegen Top-Teams

Im letzten Spiel zwischen Virtus.pro und Fnatic war für die beiden Teams alles möglich – für die Polen war die Ausgangslage aber besser: Nur einen Sieg brauchte das Team rund um TaZ für den ersten Platz in der Gruppe.

Und gleich im ersten Spiel zeigten sie ihre Klasse: Mit dem 16:11-Sieg war klar, dass Virtus.pro auch in Moskau große Titelambitionen hat.

Mit dem Sieg im zweiten Spiel sicherte sich Fnatic immerhin den zweiten Platz in der Gruppe und verweist den brasilianischen Major-Sieger auf Platz 3.

Jetzt geht es am Samstag in die Playoffs, wo die Teams im atemberaubenden Ice Palace Moskaus antreten werden, um die Krone in CS:GO auszuspielen.

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