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Superstars verschiedener Generationen: NEO (30) und coldzera (22) © EPICENTER
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Moskau - Beim EPICENTER-Event konnte SK Gaming erneut eine Trophäe gewinnen. Im Finale gewannen die Brasilianer gegen die Polen des erstarkten Virtus.pro mit 3:2.

Von Matthias Holländer

Oldschool-Cool a lá Virtus.pro

Es war eine Performance, wie sie sich ein jeder Virtus.pro-Fan, ja eigentlich jeder Counter-Strike-Fan, von den Polen seit Monaten herbeisehnte. Das beständigste Team der CS-Geschichte konnte in Moskau erneut aus einem Formtief klettern und alle Kritiker verstummen lassen.

Im Auftaktmatch verlor Virtus.pro noch deutlich gegen den späteren Finalgegner SK Gaming. Ab diesem Zeitpunkt spielte das polnische Lineup permanent gegen das Turnieraus. Keine unbekannte Situation für die enorm erfahrenen Spieler.

Geführt von Counter-Strike-Legende NEO spielte sich Virtus.pro zunächst mit zwei knappen Siegen in die Playoffs, um dort im Halbfinale gegen G2 Esports zu gewinnen. Die Erwartungen waren zu diesem Zeitpunkt um Längen übertroffen.

Titanen im Duell: NEO vs. coldzera

Das Finale wurde geprägt von den enormen Leistungen zweier Superstars. Auf der polnischen Seite drehte der 30-Jährige NEO die Jahre zurück und zeigte eindrucksvoll, dass Alter in Counter-Strike keinerlei Rolle spielt. Er war besonders im Finale mit Abstand der beste Spieler von Virtus.pro.

Auf der Gegenseite stand mit coldzera der Prototyp des modernen CS:GO-Titanen. Intelligent, präzise, flexibel und unglaublich abgeklärt bestieg der 22-Jährige mit einer K-D-Differenz von 38 den Thron. Die nächstbesten Spieler waren NEO und boltz von SK mit einer Differenz von 16.

Weltklasse CS:GO im epischen Finale

Das EPICENTER-Finale sollte halten was es versprach: Ein episch zelebriertes CS:GO-Feuerwerk der absoluten Spitzenklasse. Im Best-of-Five sollte der Sieger ermittelt werden und die Serie war spannend bis zur letzten Map.

Virtus.pro startete heiß ins Finale und konnte die erste Map Mirage für sich entscheiden. SK Gaming glich auf der nächsten Map Inferno dominant aus. Ab diesem Zeitpunkt gaben sich die beiden Teams absolut nichts mehr.

Auf Train ging es in die Verlängerung und auch Cache ging mit 16:12 sehr knapp aus. Beide Teams hatten zwei Maps für sich entschieden, bevor es auf Cobblestone zum finalen Showdown kam.

In doppelter Overtime konnte SK Gaming die Polen von Virtus.pro mit einem bombastischen 22:18-Endstand niederringen und die EPICENTER-Trophäe heben.

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