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Angefangen bei LGB schien dennis Karriere ein reiner Erfolg zu werden. Als legendärer Fnatic-Teil zeigte er sich stark. Mittlerweile sitzt er auf der Bank.

Von Mike Koch

Champion der IEM World Championships 2016, Sieger der StarLadder i-League 2016 und mehrfacher Major-Halbfinalist - der schwedische Profi dennis hat ein langes Register an Siegen vorzuweisen und war Teil eines der stärksten Lineups seiner Zeit.

Jetzt findet er sich selbst am Scheidepunkt, auf der Bank von GODSENT. Dabei fing alles so gut an.

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Der lange Weg vom Nachwuchs-Spieler zu Fnatic

Erstes Aufsehen erregte dennis neben keinen Geringeren als seinen späteren Fnatic-Mates olofmeister und KRiMZ. Damals noch im Dress von LGB eSports überraschte das talentierte schwedische Team bei den EMS One: Katowice 2014 - sie spielten sich unter die Top Vier des Turniers und mussten sich nur dem späteren Turniersieger Virtus.pro geschlagen geben. 

Auf dem Weg dorthin schlugen sie den Major-Sieger der Vorsaison: Fnatic. Genau das Fnatic, bei dem sich drei der LGB-Spieler später wieder vereinen würden.

Die Organisation erkannte die Zeichen und verpflichtete zwei der schwedischen Talente in den Folgemonaten: olofmeister und KRiMZ starteten eine Dynastie mit der traditionell skandinavischen Organisation und sicherten sich zwei Major-Titel.

dennis hingegen erkämpfte sich seinen Weg über das internationale Squad Team Kinguin, dem Vorgänger vom FaZe Clan.

Ende November sah er seine Chance: Das Dream-Team von Fnatic verlor mit pronax einen Grundsteinleger des Teams. dennis fand endlich seinen Weg zu seinen alten Kameraden.

Stabilisierung des Fnatic-Erfolgs

Auch wenn das schwedische Team in der Folgezeit keine Major mehr gewinnen konnte, gehörte Fnatic weiterhin zu den stärksten Teams der Welt.

Schaut man sich die Event-Statistiken an, ist auch dennis Teilhaber dieses Erfolgs: Im ersten Jahr droppte sein Rating selten unter die 1.00-Marke - eine solide Leistung des Schweden. Besonders an der Pistol war er unheimlich stark.

Auch wenn die Leistungen von Fnatic mit der Zeit ausblieben, waren es andere Spieler, die einen Schlussstrich zogen. Kurzzeitig spielte sogar twist, ein weiterer LGB-Spieler für Fnatic. Fnatic drohte im Mittelmaß unterzugehen.

Ebenso verloren sich dennis Leistungen in genau diesem Mittelmaß. Auch wenn es nie desaströse Maße annahm, kämpfte er nun mit einem Event-Rating um 0.9 - zu wenig, um sein Team an die Weltspitze zu führen.

Fnatics Neuanfang ohne dennis

Wieder einmal versuchte Fnatic einen Neuanfang. Junge, frische Spieler wurden verpflichtet - ähnlich wie damals, als die LGB-Spieler kamen. Diesmal mussten olofmeister und dennis weichen.

Während olofmeister zu FaZe wechselte und das Team endgültig an die Weltspitze brachte, ging dennis zu GODSENT, das Abstiegsgleis für den ehemaligen Superstar.

Aber auch dieser Wechsel rüttelte den Spieler nicht wach. Im Gegenteil sogar, sein Rating droppte weiter, erreichte sogar einen Tiefpunkt mit 0.68.

Das verpasste Major und abrupte Ende

Kein Wunder, dass auch bei GODSENT die Erfolge ausblieben. Sein letzter Auftritt war das europäische Minor, auch wenn hier sein Rating wieder einmal stärker war. GODSENT verpasste die Qualifikation und dennis stand dem Abschied bevor. 

Kurzzeitig entschied sich die schwedische Organisation, den ehemaligen Superstar auf die Bank zu versetzen, ebenso wie den GODSENT-Veteranen znajder - wieder einmal musste dennis für einen Umbruch Platz machen.

Damit endet vorerst die Karriere von dennis, der nun von der Bank zuschaut, aber dennoch auf eine neue Chance hofft.

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