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Aufgrund von schweren Anschuldigungen gegen Joey "MrWizard" Cuellar wurde die EVO Online abgesagt
Aufgrund von schweren Anschuldigungen gegen Joey "MrWizard" Cuellar wurde die EVO Online abgesagt © EVO / SPORT1
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Aufgrund der Coronakrise wurde die EVO 2020 in ein Online-Format geändert. Nun erzwingen schwere Anschuldigungen gegen einen Organisator die finale Absage.

Das bekannteste und größte Fighting-Game-Turnier der Welt, die EVO, steht für fairen Wettkampf, reichlich Beat-Em-Up-Action und großen Sport. Weil die Coronapandemie es unmöglich machte, das beliebte Event stattfinden zu lassen, wurde der Schritt ins Internet vollzogen.

Ausziehen für Tokens

Doch auch die EVO Online wird nicht stattfinden. Eigentlich wäre am morgigen Samstag, den 4. Juli der Startschuss gefallen, doch jüngst laut gewordene Vorwürfe gegen einen der Organisatoren sorgen für den radikalen Schritt.

Mikey "Crackpr0n" Pham, ein Teilnehmer der FGC (Fighting Game Community) hat im Zuge der zahlreichen Veröffentlichungen von Opfern sexueller Übergriffe ebenfalls eine empfindliche Geschichte auf Twitter geteilt.

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So soll Joey "Mr. Wizard" Cuellar um die Jahrtausendwende herum den jungen Teilnehmern wiederholt angeboten haben, für Tokens (Währung vor Ort) unter anderem fast nackt in den Pool zu springen und dort eine Weile zu bleiben. Damals habe sich keiner der Jungs Gedanken darüber gemacht.

Der Ort des Geschehens, wo auch die Turniere Jahr für Jahr stattfanden, war das Southern Hills Golfland in Stanton, Kalifornien. In der Männertoilette, so beschreibt es Mikey, habe es ein Guckloch an der Kabine gegeben. So habe derjenige, der innen saß, andere beim Pinkeln am Urinal beobachten können. Dieses Loch sei durch eine Schraube dann verschlossen worden.

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Einige Wochen nach den B5 Fighting Game Championships 2001 kam dann eine Gruppendiskussion über Penisgrößen auf. Mikey, der sich von dem Stereotyp des Asiaten in dieser Thematik angegriffen fühlte, habe dann behauptet, er sei überdurchschnittlich bestückt. MrWizard habe ihm dann eine Wette um 20 US-Dollar vorgeschlagen.

Damit der Einsatz funktionierte, musste Mikey erregt sein und Cuellar es sehen können. Das habe dann in der zuvor erwähnten Kabine stattgefunden, Körperkontakt gab es laut Mikey nicht.

Erst Capcom, dann EVO

Später erfuhr Crackpr0n dann davon, dass MrWizard ja schwul sei und wurde gefragt, warum er das mitgemacht habe. Zum Zeitpunkt des vermeintlichen Vorfalls war Mikey erst 17 Jahre alt. Weil auch andere Mitglieder der FGC ähnliche Geschichten erzählten - zum Teil auch schon vor Jahren - hat zunächst Capcom die Teilnahme an der EVO zurückgezogen.

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Ein alter Twitch-Clip beschreibt zum Beispiel die Situation, dass ein Mitglied der Fighting Game Community MrWizard nach E3-Tickets gefragt habe und dieser 25 nackte Hampelmänner als Gegenleistung verlangt habe.

Wenig später folgte dann die Absage durch die EVO-Organisatoren selbst. Zudem wurde MrWizard von all seinen Aufgaben entbunden. Mittlerweile hat Joey Cuellar ein Statment abgegeben.

Den Tweet hat er mittlerweile gelöscht.

"Es tut mir Leid. Ich wollte nie jemandem wehtun. Ich war jung, leichtsinnig und tat Dinge, über die ich nicht stolz bin. Ich bin in den letzten 20 Jahren gewachsen und erwachsener geworden, aber das entschuldigt nichts. Alles was ich versucht habe ist, ein besserer Mensch zu werden. Noch einmal, es tut mir wirklich Leid."

Damit bestätigte er die Vorwürfe zwar in gewisser Weise, geglaubt wird ihm die Entschuldigung von der Twitter-Gemeinde nicht wirklich. 

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