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Los Angeles - Die nordamerikanische Szene steht Kopf: Team SoloMid, Cloud9, Phoenix1 und FlyQuest verloren in der ersten Woche sieben ihrer insgesamt acht Matches.

Während in der EU LCS in der ersten Spielwoche die großen Überraschungen ausblieben, richteten sich alle Augen auf das kollektive Versagen der nordamerikanischen Halbfinalisten vom Spring Split. Lediglich Titelverteidiger Team SoloMid konnte ein Match gewinnen, das restliche Trio blieb ohne Erfolgserlebnis.

Zwar ist nur eine von neun Wochen der regulären Saison ausgespielt und die Platzierungen werden sich im Laufe der Zeit relativieren, doch die Ergebnisse zeigen, dass die Top-Teams in Nordamerika mehr Probleme haben, als Fans es wahrhaben wollen.

TSM experimentiert und scheitert

Team SoloMid, mittlerweile fünfmaliger NA LCS-Sieger, legte eigentlich einen Start nach Maß hin. Der große Rivale Cloud9 konnte mit 2:0 bezwungen werden und Rückkehrer Doublelift fügte sich nahtlos wieder ins Team ein.

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Am Sonntag folgte aber eine unerwartete 0:2-Schlappe gegen die Immortals. Diese zeigten sich in der ersten Woche sehr stark, doch ohne eigene Schuld war TSM definitiv nicht. Während Hauntzer und Svenskeren nicht ihre beste Serie erwischten, stach vor allem die Dickköpfigkeit der Verantwortlichen heraus, Superstar Bjergsen Galio spielen zu lassen.

Mit dem Tank konnte der Däne seine eigenen Fähigkeiten kaum entfalten und nur wenig Einfluss auf das Spiel ausüben, während dieses dem Titelverteidiger nach und nach aus den Händen glitt.

Gleichzeitig zeigte diese Serie auch, dass das beste Team der Region nicht mit allem durchkommt. Im Spring Split blieben Fehler von TSM meistens unbestraft. Beim Mid-Season Invitational war dies gegen die internationale Konkurrenz das Gegenteil. Nordamerikas Primus erlebte ein böses Erwachen und auch in der eigenen Region scheinen die Anforderungen gestiegen zu sein.

Cloud9 mit hartem Auftaktprogramm

Vize-Champion Cloud9 musste sogar zwei Niederlagen zum Auftakt hinnehmen. Diese fielen gegen TSM und Counter Logic Gaming aus, das in der ersten Woche, ähnlich wie die Immortals, überdurchschnittlich stark aussah.

Dabei spielte das Team allerdings mit Ray anstelle von Impact, der eine Auszeit bekam. Aufgrund dieser Tatsache und der starken Gegner sollte der Fehlstart nicht überbewertet werden.

Ähnlich wie bei TSM ist die individuelle Klasse bei C9 so hoch, dass das Team bis zu den Playoffs wieder ganz oben mitspielen wird. Gleichzeitig sind, wie schon im Spring Split, allerdings einige Baustellen sichtbar, für die das Lineup Lösungen finden muss.

P1 und FlyQuest mit Problemen

Die beiden Finalisten haben die ein oder andere Ausrede für den schlechten Start parat. Bei Phoenix1 und FlyQuest dagegen sieht es klar schlechter aus. Beide hatten insgesamt leichtere Gegner und blieben trotzdem sieglos.

P1s Jungler Inori scheint nach diversen Nerfs an Rengar und Co. ein Problem mit seinem Champion-Pool zu haben und AD-Carry Arrow verlor, im Gegensatz zu den ersten Wochen des Spring Splits, einige Lanes mit seinem neuen Support Shady. Der Südkoreaner hatte im Frühling maßgeblichen Anteil am dritten Platz. Sollten seine Leistungen vom Spring Split weiterhin ausbleiben, könnte eine Wiederholung in weite Ferne rücken.

FlyQuest ritt den gesamten Frühling auf der Erfolgswelle der ersten vier Wochen, ehe Pleite auf Pleite folgte. Der Vierte des Spring Splits sah am Wochenende erschreckend schwach und ideenlos aus. Auch Neuzugang WildTurtle änderte daran nichts. Sollte den Verantwortlichen in Zukunft nichts einfallen, sind die Playoffs kein Thema.

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