vergrößernverkleinern
Das europäische Team Fnatic scheiterte im Finale der LoL-WM gegen Invictus Gaming aus China. © Riot Games
teilenE-MailKommentare

Bei der League of Legends WM 2018 in Korea überraschten vor allem die EU LCS Teams die LoL-Szene. Darum verpassten die Europäer dennoch den Titel knapp.

Vom 01.Oktober bis zum 03.November 2018 spielten die besten League of Legends Teams der Welt um den Weltmeistertitel in Korea, die Hochburg des eSports.

Allerdings kam es nicht wie erwartet zu einem Heimsieg, obwohl die Worlds in den letzten fünf Jahre ausschließlich von den Teams der LCK dominierten wurden.

Vor allem die eSportler aus Europa setzten den vermeintlichen Hausherren mächtig zu. Team Vitality war unter anderem für das frühe Ausscheiden des Titelverteidiger Gen.G in der Gruppenphase verantwortlich.

Auch G2 Esports zeigte in ihrer Gruppe, dass sie es mit dem koreanischen Team Afreeca Freecs aufnehmen konnte.

Im Finale scheiterte Fnatic allerdings gegen Invictus Gaming aus der derzeit weltbesten Region: China. Der chinesische Mitstreiter Royal Never Give Up, der dank des Carrys Uzi als Top-Favorit galt, wurde bereits von G2 Esports im Viertelfinale geschlagen. Jedoch scheiterten auch G2 an dem späteren Weltenmeister Invictus Gaming.

Warum war Europa noch nicht bereit für den WM-Titel?

Gerade in den Duellen zwischen den europäischen und chinesischen Teams zeigten die EULCS-Teams einige untypische Schwächen. Für sie stand viel auf dem Spiel. Seit 2015 hatte es kein europäisches Team mehr ins Halbfinale geschafft. Der WM-Titel war zum Greifen nah. Der Druck der Fans und der gesamten westlichen Region war dadurch immens.

© Riot Games

Doch anscheinend spielten die Nerven nicht mit. Während IG gezielt immer wieder die Solo-Lanes attackierte, konnten ihre Kontrahenten dem Frust nicht verbergen und zeigten dies in ihrem Spielstil.

Es ist kein Geheimnis, dass die Profispieler in der europäischen Liga derzeit am schlechtesten unter den größten Ligen verdienen. Deshalb wechselten einzelne EU LCS Spieler zum Ende der letzten Saison zur nordamerikanischen Schwesterliga, zur NA LCS- Diese hatte bereits Anfang 2018 das Franchising System eingeführt.

2019 wird dieses endlich auch in Europa installiert. Das finale Teilnehmerfeld ist angeblich bereits akzeptiert worden. Mit dem Wechsel ist die Chance hoch, dass die europäischen Auswanderer wieder zurückkehren und neue Talente mehr gefördert werden.

Zudem werden die neuen Teams mehr Geld in das Personal um die eSportler und die Gaminghäuser investieren können, um sie besser auf solche Situationen vorbereiten zu können.

In der LPL und der NA LCS sind Villen als Wohn- und Arbeitsimmobilien keine Seltenheit. Für die in Berlin ansässigen Teams der EU LCS dürfte dies schwieriger ausfallen, jedoch kann eine Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse die Leistung der Teams deutlich steigern.

Nächster WM-Titel in der Heimat?

Riot Games hat kurz vor dem Finale angekündigt, dass die nächsten Worlds in Europa stattfinden werden. Für die europäischen Teams bedeutet das kein Trainieren ohne Jetlag, mit Unterstützung des heimischen Publikums, aber auch der Druck.

Fnaitc und G2 Esports haben dieses Jahr gezeigt, dass sie auf höchstem Niveau in LoL mithalten können, doch wie sieht es 2019 aus? Die neuen Organisationen werden definitiv frischen Wind in die EU LCS bringen und den Wettbewerb aufmischen.

-----

Lesen Sie auch:

Uzi wird erster eSports-Partner für Nike

DOSB sagt Nein zu eSports

Nächste Artikel
previous article imagenext article image