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Worlds 2020: Deshalb wird DAMWON Weltmeister in League of Legends © Riot Games
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Nach mehr als einem Monat ist es endlich soweit: Das große Finale der League of Legends Worlds steht an. Warum dies eine deutliche Angelegenheit wird? SPORT1 weiß es.

Am kommenden Samstag um 11:00 Uhr ist es so weit: das große Finale der diesjährigen League of Legends Weltmeisterschaft steht an. 22 Teams sind angetreten, nur zwei sind über geblieben.

DAMWON gegen Suning.

Beide stehen sie zurecht im Finale und doch deutet vieles daraufhin, dass das Endspiel recht deutlich zugunsten von DAMWON ausgehen könnte. Denn DWG gegen SNG bedeutet koreanischer First Seed gegen chinesischer Third Seed. LCK-Sommer-Split-Sieger gegen LPL-Sommer-Split-Dritten. Kurzum, es bedeutet Turnierfavorit gegen Überraschungsteam. 

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Vergleicht man den Weg der beiden Teams dorthin, wird klar, warum die These in Richtung DAMWON mehr als plausibel ist.

Die Urgewalt aus der LCK

Seit Beginn des Sommer Splits befindet sich das koreanische Team in überragender Form. Mit nur zwei Niederlagen bei 16 Siegen pflügten Jang "Nuguri" Ha-gwon und Co durch die reguläre Saison und beendete diese folgerichtig auf dem ersten Platz. Insgesamt gab man über die Saison gesehen überhaupt nur fünf(!) Spiele ab.

Der 3:0 Sweep über DRX im LCK-Finale war trotz eines starken Gegners fast schon erwartbar gewesen und DAMWON spätestens ab da heißester Anwärter auf den Titel für die anstehenden Worlds.

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Um diese grandiose Saison von DAMWON noch greifbarer zu machen, genügt ein Blick auf die Split-Awards. Das All-LCK-First-Team besteht fast ausschließlich aus DAMWON-Spielern. Einzig Park "Ruler" Jae-hyuk von Gen.G Esports konnte auf der AD-Carry-Position die Phalanx von DWG durchbrechen.

DAMWON stellte neben vier Fünftel des First Teams außerdem noch den Regular Season MVP (ShowMaker), den Playoffs MVP (Nuguri), den besten Coach und den besten Newcomer (ShowMaker zum Zweiten) des Splits. 

Einzig Jang "Ghost" Yong-jun konnte das Tempo, das die andere Vier vorlegten, laut Wahlgremium nicht ganz mitgehen und fand sich am Ende "nur" im All-LCK-Second-Team...

Der Underdog

Suning hingegen beendete die reguläre Saison ihres Sommer Splits in der LPL auf einem weitaus weniger imposanten vierten Platz. Die Bilanz sieht mit 12-4 auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus.

Vergleicht man diese aber mit der von DAMWON sind die Unterschiede gravierender. In Zahlen ausgedrückt gewann DWG 90,5% ihrer Partien inklusive Playoffs, SNG kam dagegen auf 65% Siegesquote. Während das koreanische Team in der Endrunde souverän den Titel einfuhr, scheiterte Suning in den Semifinals der LPL krachend mit 0:3 an Top Esports.

Zwar kann die LPL im Vergleich zur LCK gemeinhin als stärkere Liga angesehen werden, einen Unterschied von über 25% wiegt das aber nicht auf.

Das es keiner aus dem Team in eines der drei All-LPL-Teams geschafft hat, sollte der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden, um den Saison-Vergleich mit DAMWON abzurunden. Warum aber überhaupt die Sommer Split der beiden Worlds-Finalisten vergleichen? Schließlich ist die WM doch ein ganz eigenes Turnier, mit eigenen Regeln und Gesetzen, anderen Gegnern, anderen Taktiken.

Die Antwort: Weil sich im bisherigen Turnierverlauf ein ähnliches Muster abzeichnet, wie während der Saison der beiden Finalisten.

Geschichte wiederholt sich

Ein einziger Unterschied vorweg: Diese Mal schaffte es Suning sich an ihrer Nemesis aus der vergangenen LPL-Saison zu revanchieren und schmiss Top Esports mit 3:1 im Halbfinale aus dem Turnier. Der Rest? Fast schon erschreckend ähnlich wie die jeweiligen Saisons.

Während Suning mit 4-2 solide aber nicht überragend durch die Gruppenphase kam, dominierte DAMWON auf ihrem Weg ins Finale. Mit einer Bilanz von 5-1 ging es aus der Gruppenphase in die K.O.-Spiele in denen erst DRX mit 3:0 weggeputzt und anschließend G2 Esports mit 3:1 geschlagen wurde. In Zahlen ausgedrückt: knapp 85% Siegesquote.

Suning kommt nach einem 3:1 im Viertelfinale gegen JD Gaming und der 3:1-Revanche gegen TES auf 71%. Gut. Aber nicht überragend. Und das ist der ausschlaggebende Punkt dieses Vergleichs: Suning spielt gutes League of Legends und hätte mit ihrer Performance in jedem anderen Jahr wohl eine gute Chance am Ende Weltmeister zu werden.

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Doch nicht dieses Jahr. Nicht, wenn der Gegner ein überragendes Top-Team ist, welches schon seit Monaten alles dominiert, was sich ihm in den Weg stellt. Ausnahmelos. Egal ob heimische Liga, Worlds-Gruppenphase oder in der anschließenden K.O.-Runde.

Das Fan-Herz wird vielleicht für den Underdog schlagen. Die Geschichte und die harten Zahlen dahinter sprechen aber eine klare Sprache.

Es ist weniger sprechen. Es ist ein Brüllen. Lautes Brüllen: "DAMWON!"

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