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© Blizzard / ELEAGUE / Misfits
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In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in Atlanta das Finale der Overwatch Open live auf TBS ausgespielt. Misfits schlugen Turnierfavorit EnVyUs 3-1.

Von Matthias Holländer

Vor der ELEAGUE hätten die meisten Team EnVyUs im Finale vermutet. Team Misfits hingegen hatte kaum jemand auf dem Schirm. Aber nicht, weil sie kein gutes Team sind, sondern weil Europa als Region enorm gut aufgestellt ist und Team Misfits mit zwei neuen Spielern nach Atlanta flog.

Die Heldentaten der Außenseiter

Auf den klassischen Payload-Maps hatte EnVyUs im Turnierverlauf bereits Schwächen gezeigt und die erste Map sollte eben eine solche sein. King's Row wurde bereits im Halbfinale der amerikanischen Region von EnVyUs gespielt, dort unterlagen sie Fnatic.

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Misfits überfuhren Team EnVyUs auf King's Row im ersten Angriff und erspielten sich ein 4-minütiges Zeitpolster, sollte es zu einem Gleichstand kommen. Zu diesem kam es auch, denn auch Team EnVyUs konnte seinen Angriff langsam aber sicher zum Endpunkt bringen.

Allerdings fehlte EnVyUs im zweiten Anlauf die Zeit, um den ersten Punkt einzunehmen, während die Misfits dies mit ihrer erspielten Zeit schafften - Führung für die Misfits.

EnVyUs war im gesamten Turnierverlauf sehr stark auf den King-of-the-Hill Karten gewesen. Obwohl sie auf Nepal den ersten Punkt abgaben, gewannen sie diese Map solide mit 3-1. Auf Gibraltar, wieder eine Payload-Map, ging es ihnen aber noch schlechter als auf King's Row und sie geriten erneut in Rückstand.

Die vierte Map sollte Lijiang Tower sein, also erneut King-of-the-Hill. Perfekte Vorraussetzungen für den Ausgleich von Team EnVyUs. Diese verloren allerdings erneut den ersten Punkt, gewannen wieder den zweiten, konnten anschließend jedoch nicht an ihren King-of-the-Hill-Skill anknüpfen.

Der bittere Trend von Team EnVyUs

Sie sind eines der dominantesten Teams, das Overwatch je gesehen hat. Ihre längste Siegesserie waren 57 gewonnene Matches in Folge und dennoch fehlt ihnen ein relevanter Turniersieg. Vor jedem Turnier als Mitfavorit gehandelt, scheitert EnVyUs auch auf ihrem zweiten großen Event.

Man muss an dieser Stelle anfangen die unangenehmen Fragen zu stellen, bricht EnVyUs unter Druck ein? Oder ist es die Tatsache, dass EnVyUs fast ausschließlich gegen amerikanische Teams trainiert und die Tiefe der europäischen Szene zu groß ist?

Die Niederlage gegen Misfits ist kein Beinbruch, bei den Erwartungen und dem Anspruch von Team EnVyUs aber eine bittere Enttäuschung. Vielleicht kann sich EnVyUs von einem dritten Platz in Köln, nun einem zweiten in Atlanta, ja beim nächsten Turnier zu einen Sieg schießen.

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