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© Lunatic-Hai
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Seoul - Im Duell in Gruppe A trafen sich mit Lunatic-Hai und Rogue die beiden vermeintlich besten Teams aus Ost und West.

Von Yannic Hauske

Egal welche Namen man den Rivalitäten im eSports gibt – Europa gegen Nordamerika gegen Asien oder Ost gegen West – letztendlich läuft es meist auf ein Endergebnis hinaus: Südkorea gegen den Rest der Welt.

Die große Hoffnung

Der jüngste Hoffnungsträger eben jenes Rests der Welt war unbestritten Rogue.

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Die Franzosen sind das Overwatch-Team, das mit der Triple-DPS-Komposition das aktuelle Meta-Game gestaltete und über mehr als zwei Monate keine Niederlage einstecken musste. Statt, wie im vorangegangenen Meta, auf die große Widerstandsfähigkeit von drei Tanks zu setzen, konzentriert sich Rogue auf mobile Champions mit großem Angriffspotential.

Dabei spielen die einzelnen Spieler ihre Helden individuell auf so hohem Niveau, dass ein Wechsel zum Kontern der gegnerischen Teamzusammenstellung oft nicht nötig ist.

An Lunatic-Hai führt kein Weg vorbei

Lunatic-Hai konnte die letzte APEX-Saison für sich entscheiden und ist somit das Team, das es zu schlagen gilt.

© OGN

Den starken Kern des Teams bilden Ryujehong und Esca. Ryujehong dominierte letzte Saison das Meta mit seiner phänomenalen Ana. Esca war von Anfang an der Star-DPS von LH, wurde aber in letzter Zeit wegen schlechter Leistungen stark kritisiert.

Lunatic-Hai ist insgesamt deutlich vielseitiger aufgestellt. Die Frage war also, wie gut sie auf Rogues Taktik reagieren würden. 

Abtasten auf Nepal

Überraschenderweise packte Rogue seine Triple-DPS-Komposition auf der ersten Map erst einmal nicht aus und spielte standardmäßig 2/2/2. Die Franzosen konzentrierten sich zunächst auf den Mech von D.Va-Spieler Zunba, um diesen aus dem Spiel zu nehmen.

Die Taktik ging nicht auf und Lunatic-Hai gewann den ersten Kontrollpunkt.

Am zweiten Kontrollpunkt schlugen die Südkoreaner Rogue mit ihrer eigenen Triple-DPS-Komposition und konnten Nepal – trotz ihrer bekannten Schwäche auf Control-Maps – 2:0 für sich entscheiden.

Überraschungen auf Hollywood

Auf der zweiten Map stellte LH seine Vielseitigkeit zur Schau. Es war nicht wie gewohnt Tank-Spieler Zunba, der als Angreifer mit Zarya ins Spiel startete, sondern Ryujehong, der Support-Star.

In der zweiten Phase von Hollywood wechselte er dann sogar auf Widowmaker, mit durchschlagendem Erfolg.

Nach dem Seitenwechsel stellte Lunatic-Hai sich auf Rogues Triple-DPS ein und versuchte, mit Triple-Support zu kontern. Rogue erkannte dies noch vor dem ersten Angriff, machte kehrt und wechselte auf 2/2/2.

Der Wechsel machte sich mit einer völlig problemlosen ersten Phase bezahlt, bevor Lunatic-Hai die Oberhand zurückgewann, die Payload kurz vor dem Ziel zum Stehen brachte und den Vorsprung auf 2:0 erhöhte.

Letzte Chance… vorbei!

Nachdem LH auf Hanamura schon früh SoOns Sombra aus dem Spiel nehmen und das Aufladen des Ultimates somit aufschieben konnte, war Punkt A kein großes Problem mehr für die Südkoreaner.

© OGN

Wieder war es Ryujehong, der mit seinen spektakulären Sleep-Darts anschließend den Weg für die Einnahme von Punkt B ebnete.

Rogue konnte seinerseits Punkt A gut einnehmen, doch eine heldenhafte Transcendence von Tobi rettete seinen Mitspieler Miro und vereitelte knapp den finalen Push von Rogue.

Da Rogue sich mit der 3:0-Niederlage aus dem Turnier verabschieden muss, geht der Titel der großen Hoffnung des Westens nun an EnVyUs über, deren Weiterkommen in die zweite Gruppenphase bereits gesichert ist. Die andere große Hoffnung des Westens sollte wohl hoffen, dass man dort nicht auf Lunatic-Hai trifft.

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