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© Patrick Strack – ESL
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Match-Manipulation ist ein großes Problem im eSports. Einer der besten StarCraft II-Spieler der Welt befindet sich deswegen nun in Untersuchungshaft.

Von Johannes Gorzel

Lee "Life" Seung Hyun ist eine StarCraft II-Legende. Der junge Zerg-Spieler von Afreeca Freecs erspielte bislang knapp eine halbe Million US-Dollar Preisgeld und wurde 2014 im Alter von 18 Jahren zum Weltmeister. Er war 2015 außerdem der erste StarCraft II-Spieler, der es zweimal in Folge bis ins Finale bei der BlizzCon schaffte. Er bewies sich in den letzten drei Jahren mehrmals als Innovator und Genie, was Strategien und Einheitenkontrolle anbelangt.

Vorerst in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft in Changwon gab bekannt, dass aktuell gegen Life ermittelt wird. Er habe 2015 Geld für die Manipulation seiner Matches angenommen. Genaueres wurde noch nicht veröffentlicht, da die Ermittlungen noch in vollem Gange sind.

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Tatsächlich verlor Life im vergangenen Jahr bei unwichtigen Matches überraschend oft. Der damalige Weltmeister absolvierte die reguläre Saison der Proleague mit einer Statistik von 12 Siegen zu 11 Niederlagen. Fernab von MVPs wie Zest, Maru, sOs, Rogue oder herO, denen er sonst in individuellen Turnieren immer die Stirn bot.

Déjà-vu für StarCraft-Fans

Im eSports ist Match-Fixing ein ernstzunehmendes Problem - vor allem aber in Südkorea. 2010 erschütterte eine Massenverhaftung von StarCraft-Profis die Szene. Insgesamt elf Akteure wurden daraufhin von der KeSPA, quasi der DFB des südkoreanischen eSports, auf Lebenszeit gesperrt. Zehn von ihnen wurden mit Geldstrafen belegt und vier davon wurden auf Bewährung verurteilt.

Der bekannteste Akteur, welcher sich damals unter den Übeltätern befand, war Ma "sAviOr" Jae Yoon. Ein Zerg-Spieler, der als "Bonjwa" angesehen wurde und genau wie Life als Innovator glänzte.

Schon 2010 war StarCraft äußerst relevant in Südkorea. Matches wurden auf dedizierten eSports-TV-Sendern übertragen und Profi-Spieler in der Gesellschaft wie Stars behandelt. Mit dem Vorfall erfuhr dieser Fortschritt jedoch einen herben Rückschlag. Profi-Matches verloren ihre Glaubwürdigkeit - ähnlich, wie es zuletzt auch bei den Cheating-Vorfällen in CS:GO passierte.

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Im vergangenen Jahr wurde das Thema wieder in die Köpfe von Fans gerufen, als Spieler des Teams "PRIME" des Matchfixings überführt wurden. Ihr Status war jedoch nicht ansatzweise mit dem von Life vergleichbar.

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