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© SPORT1-Montage: Pixabay
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Die Pizza gehört zu den Leibgerichten der Deutschen. SPORT1 zeigt, wie viel Sport notwendig ist, um den italienischen Klassiker wieder abzutrainieren.

Pizza ist genau wie Pasta ein Nationalgericht der Italiener. Aber auch bei den Deutschen gehört die Pizza zu den Leibspeisen. In Deutschland werden pro Jahr mehr als 950 Millionen Tiefkühlpizzen verspeist - im Durchschnitt zwölf pro Person.

Gerade wer abnehmen möchte, sollte sich allerdings bewusst darüber sein, wie viele Kalorien in einer Pizza stecken. SPORT1 wirft einen genaueren Blick auf den italienischen Klassiker und klärt auf, wie viel Sport nötig ist, um eine Pizza wieder zu verbrennen.

Aus was besteht Pizza?

Ein gewöhnlicher Pizzateig besteht aus den Basiszutaten Mehl, Hefe, Öl, Salz und Wasser.

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Für die Herstellung wird in der Regel Weißmehl verwendet, das fast keine Ballaststoffe enthält. Ein normaler Pizzateig kommt auf rund zwei Prozent Ballaststoffe. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte der Mensch täglich 30 Gramm davon zu sich nehmen. Pizza trägt also kaum dazu bei, diesen Richtwert zu erreichen.

Zu einer wahren Kalorienbombe wird die Pizza aber meist erst durch ihren Belag. Eine Pizza Salami (Tiefkühlprodukt), die beliebteste Sorte der Deutschen, schlägt mit rund 900 Kalorien, 24 Gramm Fett und fast 10 Gramm Zucker zu Buche. Die Wurst und der Käse sind sehr fettreich und enthalten kaum Vitalstoffe. 

So ist Pizza sogar gesund

Pizza kann aber auch zu einem wertvollen Lebensmittel werden - vorausgesetzt, sie ist richtig zubereitet. Dazu sollte zuallererst das Weißmehl für den Teig durch Vollkornmehl ersetzt werden. Der Grund ist einfach: Vollkornmehl liefert viele Ballast- und Mineralstoffe, vor allem Eisen und Zink.

Wer die Tomatensoße zudem selbst aus frischen Tomaten kocht, spart sich nicht nur Kalorien durch unnötigen Zucker in Fertigsoßen. Die Tomaten liefern darüber hinaus den sekundären Pflanzenstoff Lycopin, der zur Vorbeugung von Krebsentstehung helfen kann. Gemüse wie Broccoli, Zucchini, Paprika, Spinat und Pilze auf der Pizza liefern weitere Vitalstoffe und sind kalorienarm. 

Ein zusätzlicher Tipp: Fleischliebhaber können Salami mit fettarmen Schinken ersetzen. Außerdem ist es ratsam, sparsam mit dem Käse umzugehen und am besten Mozzarella statt Emmentaler zu verwenden. 

Warum ist Pizza als Dickmacher so gefährlich?

Jeder isst gerne einmal ein Stück Pizza. Ab und zu darf man sich das auch gönnen, doch es ist Vorsicht angesagt. Zwar fühlt man sich nach dem Verzehr einer Pizza vorerst angenehm gesättigt und gestärkt, da der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt. Nach circa drei bis vier Stunden ist der Zucker im Blut aber wieder auf Normalniveau gesunken und der Körper beginnt, erneut Hunger zu bekommen.

Die Gefahr, wenige Stunden nach dem Verzehr einer Pizza wieder den Weg zum Kühlschrank zu suchen, ist also groß - und das obwohl man bei einer Pizza mit rund 900 Kalorien schon fast die Hälfte des Tagesbedarfs an Kalorien erreicht hat.

Wissenschaftler an der Universität Michigan haben zudem belegt, dass Pizza süchtig macht. Es wurden insgesamt 504 Probanden ab 18 Jahren untersucht. Das Ergebnis: Pizza hat von mehreren fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Schokolade, Chips, Kekse, Eiscreme und Pommes den größten Suchtfaktor.

Das Belohnungssystem im Gehirn wird aktiviert, da es solche Lebensmittel - die Fette und Kohlenhydrate in sich vereinen - in der Natur nicht gibt. Dieses Belohnungsprinzip führt oft dazu, dass man mehr isst, als man eigentlich möchte.

Das große Problem: Wenn es irgendwann zu viel wird, drohen Übergewicht und die bekannten Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wie viel Sport, um Pizza abzubauen?

Mit ausreichend Bewegung kann man kleine Sünden auch wieder ausgleichen. SPORT1 fasst zusammen, wie lange Sie trainieren müssen, um eine Pizza zu verbrennen:

  • 80 Minuten Joggen
  • 110 Minuten Schwimmen (Brust)
  • sieben Stunden in Meetings sitzen
  • 110 Minuten Krafttraining
  • 55 Minuten Squash
  • 125 Minuten Radfahren

Natürlich kommt es dabei immer auf Alter, Gewicht, Größe und Geschlecht einer Person sowie die Intensität beziehungsweise Geschwindigkeit der Tätigkeit an. Es handelt sich also nur um Richtwerte, die sich auf einen etwa 70 Kilogramm schweren Esser beziehen.

SPORT1-Tipp: Auch wenn Pizza nicht die beste Mahlzeit für eine schlanke Figur ist, dürfen Sie sich ruhig mal etwas gönnen. Besonders wenn sie als Belag statt fettiger Salami auf mageren Schinken umsteigen und mit dem Käse sparsam umgehen. Verschiedene Gemüsesorten auf der Pizza liefern außerdem zahlreiche Vitalstoffe.

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