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© Kai Remmers/dpa/tmn
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Viele Hobbysportler setzen auf Musik als Antrieb. Sie lenkt von der Anstrengung ab und macht leistungsfähiger. Dieser Effekt kann aber abnutzen.

Keine Trainingseinheit ohne Playlist: So geht es vielen Hobbysportlern. Und das ist grundsätzlich nicht falsch, sagt Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Studien hätten gezeigt, dass sich Musik tatsächlich positiv auf die sportliche Leistung auswirkt.

Das gilt vor allem für Sportarten mit einem zyklischen Rhythmus - Joggen oder Fahrradfahren zum Beispiel. "Die Musik wirkt wie eine Art Ablenkung, welche die Aufmerksamkeit des Läufers nicht auf die Anstrengung, sondern auf die Reize der Umwelt lenkt und eine positive Stimmung hervorruft", sagt Froböse.

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Musik beim Training steigert Leistungsfähigkeit

Die Folge: Sportler empfinden das Training als weniger anstrengend - damit steigt die Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig bleiben Jogger zum Beispiel mit Musik leichter im Rhythmus und laufen entspannter. Die Atmung ist tiefer und gleichmäßiger, wodurch die arbeitende Muskulatur mit mehr Sauerstoff versorgt wird.

Darüber hinaus löst Musik bestimmte Emotionen aus und diese wiederum eine individuelle Veränderung im Körper. Es kann sein, dass die Hautatmung zunimmt und sich die Hauttemperatur sowie die Hautfeuchtigkeit verändern. Je Nach Musik wird der Muskeltonus - also der Spannungszustand der Muskulatur - entweder verstärkt oder gelockert.

Es handelt sich also um einen psychologischen Effekt, an den Prozesse des Körpers gekoppelt sind.

Immer sollte man aber trotzdem nicht mit Musik trainieren - denn der Effekt nutzt sich ab. Auf zwei Einheiten mit Beschallung sollte deshalb eine ohne folgen. Und vor allem Anfänger sollten Tempo und Intensität der Playlist nicht zu hoch ansetzen. Denn das verführt schnell dazu, die eigenen Leistungsgrenzen zu überschreiten.

Musik fördert Konzentration

Musik zeigt nicht nur während des Sports ihre Wirkung, sondern auch schon vorher. Durch die positiven Emotionen, die durch die Klänge hervorgerufen werden, kann sich ein Sportler in in einen konzentrierten Gemütszustand versetzen. 

So werden Anspannungen gelöst und Nervosität vor einem Wettkampf gelindert. Eine Studie im "Journal of Strength and Conditioning Research" bestätigt diesen Effekt. Musik vor dem Sport reduziert die sogenannte Vagotonie, wodurch die körperliche als auch geistige Aufmerksamkeit erhöht wird. Der Sportler empfindet für die bevorstehende Aufgabe mehr Antrieb und Begeisterung.

© Getty Images

Auch Spitzensportler greifen gerne auf das simple Hilfsmittel zurück.

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