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RB Leipzig v Greuther Fuerth  - 2. Bundesliga
RB Leipzig v Greuther Fuerth - 2. Bundesliga © Getty Images
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München - Ausgerechnet der genesene Ruben Okotie verdirbt RB Leipzig den sicher geglaubten Dreier. Bei SPORT1 trauern die Leipziger dem verpassten Anschluss an die Aufstiegsränge nach.

1860 München hat RB Leipzig einen sicher geglaubten Sieg entrissen.

Alle Highlights am Sonntag, ab 19 Uhr im TV bei HATTRICK - Die 2. Bundesliga.

Der von einer Gehirnerschütterung genesene Ruben Okotie glich in der 78. Minute zum 2:2 (1:1) für die Löwen aus, nachdem die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick kurz zuvor durch Davie Selke (67.) zum zweiten Mal in Führung gegangen war.

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Leipzig hat damit vorerst den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen in die erste Bundesliga verloren, liegt nun vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. (DATENCENTER: Tabelle)

Poulsen und Kaiser sind enttäuscht

"Das ganze Spiel waren wir die bessere Mannschaft", sagte Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen zu SPORT1. "Das können wir nicht brauchen, so ein Spiel wie heute müssen wir gewinnen. Wir haben am Ende nicht clever genug gespielt. bei unseren vielen Möglichkeiten müssen wir das dritte und vierte Tor machen."

RB-Kapitän Dominik Kaiser meinte bei SPORT1: "Das Spiel ist die nächste Enttäuschung. Wir haben das zweite Auswärtsspiel nach Heidenheim wieder dominiert, aber davon können wir uns nichts kaufen. Wir gehen zwei Mal in Führung und verteidigen schlecht, dann nützt es auch nichts, wenn du mehr vom Spiel hast. Dann wirst du bestraft."

Und weiter: "Es fühlt sich mehr wie eine Niederlage an, auch, wenn wir die in den letzten drei Spielen nicht hatten. Vom Gefühl her waren unsere letzten Spiele alle negativ. Wir sind alles andere als zufrieden."

Ein angefressener Ralf Rangnick sagte SPORT1: "Der Gegner war nach dem 1:2 am Boden, deswegen der Vorwurf an meine Mannschaft, dass sie den Konter zum 2:2 zulässt."

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"Sehr traurig" in der Kabine

Angreifer Selke sprach stellvertretend für eine Mannschaft, die "sehr traurig" in der Kabine gesessen habe.

"Spätestens nach dem 2:1 müssen wir das Ding nach Hause bringen. Wir brauchen nicht davon reden, dass wir besser sind, wir müssen punkten", sagte der Torschütze.

Die Löwen sind auch nach dem zehnten Saisonspiel weiter sieglos, sie stehen mit nur fünf Punkten auch nach wie vor auf einem Abstiegsplatz, überzeugten gegen die spielerisch und technisch besseren Leipziger aber mit einem couragierten Auftreten.

"Es war auf jeden Fall eine sehr intensive Partie auf beiden Seiten", sagte 1860-Abwehrmann Maximilian Wittek SPORT1. "Wir haben aber mutig gespielt und sind zwei Mal zurückgekommen. Im Endeffekt können wir mit dem Punkt zufrieden sein."

Diskussion um Fröhling

Zur nicht abreißenden Diskussion um Trainer Torsten Fröhling meinte Wittek nur: "Es geht nicht nur um den Trainer, sondern auch um uns Spieler. Keiner von uns hat wieder Lust da unten drin zu stehen und das gleiche zu erleben wie letztes Jahr. Wir kämpfen für jeden, für den ganzen Verein."

Der "Löwen"-Coach gab sich am SPORT1-Mikrofon kämpferisch: "Ein Befreiungsschlag wäre schön gewesen, aber die Mannschaft lebt und ist fit, ich freue mich, dass der Aufwand nicht umsonst war. Mir hat keiner etwas anderes gesagt, ich bleibe Trainer."

Unterstützung erhielt er vom 1860 Geschäftsführer Noor Basha: "Heute war die Einstellung das Wichtigste, heute waren Männer auf dem Platz", sagte der Jordanier bei SPORT1. "Der Trainer bekommt maximum Zeit, Fröhling ist unser Trainer und sitzt nächste Woche in Bielefeld auf der Bank."

Wolf schlägt postwendend zurück

Der frühen Rückstand durch Emil Forsberg (6.) ließ das Schlimmste für die Sechziger befürchten, doch nach glänzender Vorarbeit von Okotie glichen sie nur zwei Minuten später durch Marius Wolf aus (8.). (DATENCENTER: Ergebnisse)

Nach den spektakulären Anfangsminuten entwickelte sich vor 21. 600 Zuschauern ein körperbetontes und abwechslungsreiches Spiel, das phasenweise einem offenen Schlagabtausch glich. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Bei Leipzig gefielen dabei vor allem Forsberg und Yussuf Poulsen, bei den sehr mutig auftretenden, aber erkennbar limitierten Gastgebern neben Wolf auch Rodney und Okotie.

Rangnicks Wechsel zahlen sich aus

RB-Trainer Ralf Rangnick hatte mit Beginn der zweiten Halbzeit versucht, durch die Hereinnahme von Bruno den Druck weiter zu erhöhen, kurz nach der Einwechslung von Marcel Halstenberg als weiterer Offensivkraft machte sich der Mut zu mehr Offensive dann auch bezahlt.

Die Löwen, die bereits zuvor mit großem Einsatz dagegengehalten hatten, ließen sich aber auch diesmal nicht entmutigen - und nutzten diesmal sogar eine ihrer wenigen Konterchancen aus.

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