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Ralf Rangnick
Ralf Rangnick © imago
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Leipzig - Mit einer Pleite gegen Kaiserslautern verpasst RB Leipzig den Sprung zurück auf Rang eins. Coach Ralf Rangnick zürnt - weil er offenbar Fehler im Training beging.

Katerstimmung bei RB Leipzig nach der überraschenden Pleite - und der selbstkritische Coach Trainer Ralf Rangnick zürnt wegen unbefriedigender Trainingsresultate: 

Der Aufstiegsaspirant verpasste in der Zweiten Bundesliga den erneuten Sprung an die Tabellenspitze und musste sich hinter dem punktgleichen SC Freiburg (beide 26 Zähler) einreihen, der zuvor beim MSV Duisburg ein 1:1 (1:0) erreicht hatte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Die RB-Elf unterlag zu Hause dem 1. FC Kaiserslautern mit 0:2 (0:1) und ging nach zuvor neun Ligaspielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Feld.

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Mateusz Klich (37.) und Maurice Deville (69.) trafen für die Gäste. (DATENCENTER: Tabelle)

Rangnick: "Nichts für die Öffentlichkeit

"Wir haben all die Tugenden, die uns sonst auszeichnen, nicht auf den Platz gebracht - vielleicht konnten wir es auch nicht", sagte Rangnick bei SPORT1. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Und ergänzte: "Wir haben teilweise richtig lethargisch und müde gewirkt, das lag auch am Verlauf der Trainingswoche. Die war sicherlich nicht so, wie ich mir das so vorstelle."

Auf Nachfrage, inwiefern die Trainingsbedingungen denn unzureichend gewesen seien, meinte Rangnick angefressen: "Das werden wir intern noch mal diskutieren. Das sind keine Dinge, die wir in der Öffentlichkeit besprechen."

Nur soviel noch: "Wir brauchen körperliche und geistige Frische, die war heute nicht da. So hat die Mannschaft in keinem der vergangenen Spiele gewirkt."

© SPORT1

Offenbar übersteigertes Training

Vorwürfe macht Rangnick dazu dem Vernehmen nach aber keineswegs anderen, geschweige denn den Vereinsbossen.

Vielmehr ärgert er sich offenbar über sich selbst - und eine zu hoch angesetzte Trainingsintensität.

Wie SPORT1 erfuhr, so berichtet es auch die Bild, hatte der 57-Jährige am Mittwoch im Rahmen einer ohnehin harten Übungseinheit unüblicherweise auch ein 80-minütiges Trainingsspiel 11 gegen 11 mit fünf Nachwuchsspielern absolvieren lassen.

Unmittelbar danach musste Rangnick dann feststellen, dass sich die Fitnesswerte seiner Spieler verschlechtert hatten - ein großes Ärgernis für den als Perfektionisten geltenden Rangnick, der auf eine ausbalancierte Trainingssteuerung stets besonderen Wert legt.

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FCK beendet schwarze Serie

Während die Leipziger über die Pleite haderten, bejubelten die Pfälzer den gestoppten Negativtrend und feierten nach vier Pflichtspielniederlagen in Folge wieder ein Erfolgserlebnis.  

Mit nun 18 Punkten setzten sich die Lauterer im unteren Mittelfeld fest. Das 1:0 durch Klich war der erste Treffer der Roten Teufel nach zuvor 396 Minuten ohne Tor.

"Dieser Sieg war so wichtig nach der Niederlagenserie. Unser Kollektiv war überragend", resümierte Trainer Konrad Fünfstück erleichtert bei SPORT1.

"Wir haben in den letzten Wochen viel Prügel bezogen, doch heute hat sich die Mannschaft für ihren Aufwand belohnt", sagte der 35-Jährige bei Sky und gab zu: "Es war viel Druck auf dem Kessel. Gut, dass wir vor der Länderspielpause für etwas Ruhe gesorgt haben."

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Selke vergibt RB-Führung

Vor der stolzen Zweitliga-Kulisse von 33.598 Zuschauern benötigten beide Mannschaft viel Zeit, um ins Spiel zu finden. Bis zur 35. Minute passierte so gut wie nichts, dann überschlugen sich die Ereignisse.

Zunächst scheiterte Leipzigs Davie Selke ("Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten") vor Lauterns Keeper Marius Müller.

Im Gegenzug machte es Klich aus ähnlicher Position besser und schob den Ball zum 1:0 für die Gäste ins Tor.

Die Leipziger schalteten nach dem Gegentor einen Gang höher. Selke hätte noch vor der Pause ausgleichen können, doch wieder vergab der Ex-Bremer (SERVICE: Die Statistik)

Forsberg vergibt Ausgleich

Auch der Schwede Emil Forsberg, der nach überstandener Angina wieder in die Startelf gerückt war, vergab mehrmals den Ausgleich.

Deville sorgte dann nach einem Konter für die Entscheidung und sagte bei SPORT1: "Keiner hat mit uns gerechnet - der Sieg war enorm wichtig. Ich bin froh, dass ich wieder ein Tor geschossen habe."

"Lautern hat uns vor Probleme gestellt", gab denn auch Leipzigs Mittelfeldmann Dominik Kaiser bei SPORT1 zu.

Die Verantwortung dafür trägt Rangnick nun offenbar höchstpersönlich.

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