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Karlsruher SC v RB Leipzig  - 2. Bundesliga
Karlsruher SC v RB Leipzig - 2. Bundesliga © Getty Images
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Karlsruhe - RB Leipzig schließt mit dem Sieg beim Karlsruher SC wieder zu Tabellenführer Freiburg auf. Der KSC bekommt früh einen klaren Elfmeter verwehrt und vergibt einen weiteren.

Marin Compper war einfach nur happy.

Nicht nur, weil der Innenverteidiger mit seinem RB Leipzig durch das 1:0 (0:0) beim Karlsruher SC nach Punkten mit Spitzenreiter SC Freiburg (beide 32) gleichzog und damit weiter Kurs auf den Aufstieg hält. (DATENCENTER: Tabelle)

Sondern vor allem deshalb, weil es ein äußerst glücklicher Erfolg für die Sachsen war. "Wir haben über weite Strecken nicht gut gespielt und trotzdem gewonnen ", räumte der 30-Jährige bei SPORT1 ein. "Wenn man auch solche Partien für sich entscheiden kann, ist das grandios. Auf dieser Welle müssen wir weiter reiten."

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Schiedsrichter übersieht Handspiel

Durchatmen konnte Compper vor allem in der achten Minute, als Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) sein klares Handspiel im Strafraum übersehen hatte (8.). "Da hatte ich Glück", gestand er.

Marcel Sabitzer (70.) erzielte schließlich den entscheidenden Treffer für die Leipziger, die als einziger Zweitligist noch kein Auswärtsspiel verloren haben (sechs Siege, drei Remis). Der KSC kassierte derweil die erste Heim-Niederlage nach vier Partien ohne Pleite und bleibt damit im Tabellen-Mittelfeld. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

"Das ist bitter", sagte Karlsruhes Trainer Markus Kauczinski bei SPORT1. "Wir machen ein gutes Spiel. Auch wenn wir nicht die klaren Chancen hatten, waren wir das bessere Team."

KSC besser im Spiel

Rangnick gestand derweil: "Es war nicht unser bestes Spiel und von daher ein glücklicher Sieg. Der KSC hat das Spiel beherrscht, wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit keinen Zugriff."

Karlsruher SC
Karlsruher SC © Getty Images

Vor 15.575 Zuschauern im Wildparkstadion waren die Gastgeber in der Anfangsphase das bessere Team. Eine Führung für den KSC wäre nach einer halben Stunde daher verdient gewesen. In den letzten Minuten der ersten Hälfte wurden die Leipziger etwas besser.

Rangnick, auf den es die KSC-Fans mit Sprechchören und Transparenten abgesehen hatten, stapfte dennoch sichtbar unzufrieden durch den Karlsruher Regen. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Die KSC-Fans fielen insgesamt negativ mit zahlreichen Beleidigungen des Gegners auf.

Diamantakos scheitert am Punkt 

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel vergab der Grieche Dimitris Diamantakos die große Chance auf die Karlsruher Führung. Der Grieche, der zuvor von Compper gefoult worden war, scheiterte mit seinem schwach geschossenen Foulelfmeter an RB-Torwart Fabio Coltorti (57.).

Dennoch schien der Treffer für die überlegenen Gastgeber nur eine Frage der Zeit. Doch stattdessen traf Sabitzer auf der Gegenseite, Manuel Torres fälschte den Ball unglücklich ab. In der Nachspielzeit vergab der eingewechselte Erwin Hoffer die große Chance zum Ausgleich (90.+1).

Das Spiel in Karlsruhe stand unter besonderen Vorzeichen. Die zurückliegende Partie zwischen dem KSC und RB im März (0:0) wurde von Ausschreitungen überschattet. Damals hatten Chaoten unter anderem die Abfahrt des Leipziger Teambusses blockiert und das Auto von Rangnick mit Farbbeuteln beworfen. Vor dem Spiel am Montag hatte die Polizei die Begegnung dennoch als unproblematisch eingestuft.

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