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Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig
Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig © SPORT1
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Berlin - Eintracht Braunschweig verpasst im Spitzenspiel der Zweiten Liga die Rückkehr an die Tabellenspitze. Union Berlin siegt und bleibt mitten im Aufstiegsrennen.

Eintracht Braunschweig hat die Rückkehr an die Tabellenspitze der Zweiten Liga nach einer enttäuschenden Leistung verpasst.

Im Topspiel des 15. Spieltags verloren die Niedersachsen bei Verfolger 1. FC Union Berlin verdient 0:2 (0:0) und bleiben Zweiter hinter Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

Die Berliner feierten ihren ersten Heimsieg seit Mitte Oktober und verkürzten als Vierter den Rückstand auf die Eintracht auf drei Punkte. (Tabelle der Zweiten Liga)

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"Wir sind zufrieden mit Sieg gegen eine starke Mannschaft. Der Sieg war finde ich verdient. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir haben immer wieder fußballerische Lösungen gefunden und gut verteidigt", freute sich Union-Trainer Jens Keller bei SPORT1.

Hedlund erzielt Jubiläums-Tor

Simon Hedlund erzielte vor 20.312 Zuschauern mit dem 500. Zweitliga-Tor der Klubgeschichte den Führungstreffer für die Berliner (56.), die insgesamt mehr Aufwand betrieben und sich mit dem achten Saisonsieg belohnten. Nach dem Treffer durch Dennis Daube (82.) gab es an diesem keine Zweifel mehr.

"Es bedeutet mir sehr viel. Ich bin der teuerste Einkauf des Vereins. Ich will allen zeigen, dass ich ein guter Spieler bin. Ich bin glücklich, im Geschichtsbuch der Zweiten Liga zu stehen", sagte Hedlund bei SPORT1.

Keller meinte: "Es ist ganz wichtig für sein Selbstbewusstsein. Er hatte ein bisschen Anpassungsschwierigkeiten."

Bei eisigen Temperaturen im Stadion an der Alten Försterei kamen beide Mannschaften nur äußerst schwer in die Gänge. Das Kombinationsspiel krankte, auch lange Bälle landeten zumeist beim Gegner - Strafraumszenen waren in der kampfbetonten Begegnung lange Zeit Mangelware.

Union entwickelte zwar mehr Zug zum Tor und hatte nach rund einer halben Stunde die erste große Chance, Kapitän Felix Kroos vergab jedoch aus kurzer Distanz leichtfertig per Hacke (28.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Kumbela scheitert am Aluminium

Union kam anschließend vor allem über den linken Flügel zu vereinzelten Vorstößen, strahlte dabei aber wenig Gefahr für die offensiv äußerst schwachen Braunschweiger aus.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Aufreger: Braunschweigs Top-Torjäger Domi Kumbela, bis dato gänzlich unauffällig, traf nach einer Einzelaktion aus rund 30 Metern nur den Innenpfosten (52.).

"Ich habe bisschen Pech gehabt. Ich treffe den Ball gut, er wird abgefälscht und geht an den Pfosten", haderte Kumbela bei SPORT1 und fügte hinzu: "Wir haben die Unioner ins Spiel kommen lassen durch leichte Zuordnungsfehler."

Kreilach sorgt für Schrecksekunde

Hedlund machte es vier Minuten später mit seinem Schuss ins lange Eck besser. Braunschweig erhöhte den läuferischen Einsatz, doch Daube sorgte für die Entscheidung.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht erkannte folgenden Aspekt als spielentscheidend: "Später waren wir nicht in der Lage, was wir in der ersten Halbzeit besser gemacht haben, dauerhaft Druck auszuüben."

In der Anfangsphase mussten die Eisernen eine Schrecksekunde überstehen. Damir Kreilach wurde von Mirko Boland mit dem Schuh am Kopf getroffen, konnte die Partie jedoch trotz einer Platzwunde fortsetzen.

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