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Fürth - Der FC St. Pauli zeigt gegen Greuther Fürth ein Lebenszeichen: Nach einer langen Torflaute siegen die Hamburger gegen die Franken und wahren die Chance im Abstiegskampf.

Tabellenschlusslicht FC St. Pauli hat in der 2. Liga seine monatelange Misere beendet und den ersten Sieg seit dem 10. September gefeiert.

Die Hamburger gewannen bei der SpVgg Greuther Fürth hochverdient mit 2:0 (0:0), zuvor hatte es elfmal in Folge nicht zu einem Erfolg gereicht (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Auch dem unter Druck stehenden Trainer Ewald Lienen verschaffte der lang ersehnte Dreier etwas Luft. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt jetzt vier Punkte. 

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"Es ist einfach nur eine große Erleichterung, zu sehen, dass wir es noch können. Alle anderen haben auch Punkte geholt, es ist einfach wichtig, dass wir in Schlagdistanz bleiben. Wir haben riesen Pech gehabt diese Saison, aber das, was man selbst beeinflussen kann, haben wir immer gezeigt", sagte Lienen, der nach dem Abpfiff Geschäftsführer Andreas Rettig fest in die Arme schloss, bei SPORT1(Tabelle der Zweiten Liga).

Bouhaddouz erlöst die Hamburger

Für St. Pauli sorgte nach zuvor vier Begegnungen ohne eigenen Torerfolg Stürmer Aziz Bouhaddouz in der 64. Minute für den erlösenden Treffer. Waldemar Sobota hatte das Tor mit einer glänzenden Vorarbeit eingeleitet.

Trainer stand noch nie in der Kritik

Nach zuletzt fünf Auswärtspleiten am Stück punktete die Lienen-Elf damit erstmals wieder in der Fremde. Cenk Sahin (90.+1) stellte mit einem tollen Lupfer den Endstand her.

"Es war ein emotionales Spiel, Kompliment an die Mannschaft und die Fans, die uns super unterstützt haben. Wir hätten letzte Woche schon als Sieger vom Platz gehen müssen. Es ist jetzt für uns der erste Schritt. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich heute treffe. Der Trainer stand bei der Mannschaft noch nie in der Kritik," sagte Bouhaddouz nach der Partie auf SPORT1.

Auch Torhüter Philipp Heerwagen war stolz auf die Leistung des Tabellenletzten: "Wie die Mannschaft heute gekämpft hat, war toll, wir hatten Trotz in den Augen und waren kompromissloser als Fürth. Jeder, dem St. Pauli am Herzen liegt, geht morgen stolz in die Arbeit. Die Kultur des Vereins ist davon geprägt, nie aufzugeben, und sich von äußeren Verhältnissen nicht beeinflussen zu lassen."

Kein spielerisches Highlight

Fürth kassierte die erste Niederlage im dritten Spiel unter dem neuen Coach Janos Radoki: "Es war eine verdiente Niederlage, wir haben über 90 Minuten in diesem Spiel nicht stattgefunden und die Zweikämpfe nicht angenommen. Warum das so war, muss ich mir bei der Videoanalyse ansehen", sagte Fürths Trainer nach dem Spiel bei SPORT1.

Nach zuvor zwei Siegen hatte der Dämpfer aber tabellarisch keine große Auswirkung. Die Mittelfranken stehen mit 20 Punkten im unteren Mittelfeld und haben sieben Zähler Abstand zum Relegationsplatz. "Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber Fakt ist: St. Pauli war besser", sagte Fürths Präsident Helmut Hack. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

Spielerisch bot das Süd-Nord-Duell eher Magerkost. Neben einer Chance von Fürths Mathis Bolly (9.) und einer verstolperten Möglichkeit durch St. Paulis Aziz Bouhaddouz (29.) war die erste Halbzeit recht ereignislos.

Nach dem Wechsel hätte schon Sören Gonther (53.) die Torflaute der Hanseaten fast beendet, zielte aber knapp drüber. Die Führung verteidigte St. Pauli dann mit viel Leidenschaft.

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