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Mitchell Langerak (r.) leistete sich bei der Pleite des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 einen Aussetzer
Mitchell Langerak (r.) leistete sich bei der Pleite des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 einen Aussetzer © Imago
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Stuttgart - Der VfB Stuttgart verpasst die Rückkehr an die Tabellenspitze und verliert das Topspiel gegen Hannover 96. Ein kurioses Tor schockt die Schwaben kurz vor Schluss.

Hannover 96 hat im Absteiger-Duell zum Abschluss des 16. Spieltags der 2. Bundesliga einen Big Point gelandet - dank kurioser Abwehr-Patzer des VfB Stuttgart und eines konfusen Mitchell Langerak.

Die Niedersachsen gewannen das Spitzenspiel beim VfB mit 2:1 (1:1) und verkürzten als Tabellendritter den Abstand auf die Schwaben auf einen Punkt.

Für das kuriose Siegtor der 96er sorgte Felix Klaus in der 87. Minute: Er nutzte einen Aussetzer von VfB-Keeper Mitchell Langerak, der nach einer Abwehraktion gegen Hannovers Kenan Karaman im Strafraum Kontakt zu Schiedsrichter Felix Brych suchte und die Hände hob.

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Dabei vergaß Langerak aber, dass das Spiel fortgesetzt wurde. Joel Sarenren Bazee passte den freien Ball auf Klaus, der schob ungehindert ein. 

Langerak hatte mit einem schwachen Abstoß die verheerende Situation bereits mitverursacht, ein missglückter Rückpass von Alexandru Maxim machte es noch schlimmer.

Stuttgart verlor erstmals seit sechs Spielen wieder und verpasste mit 32 Punkten den Sprung auf Platz eins, den Eintracht Braunschweig mit 33 Zählern weiter inne hat. (Tabelle der Zweiten Liga)

Langerak mit kurioser Begründung

So kurios wie der Ausflug war auch die nachträgliche Begründung des Keepers: "Es tut mir leid für die Jungs, das war ein ganz klarer Fehler von mir, der uns heute die Punkte gekostet hat. Ich bin ihm davor auch auf den Fuß getreten und dachte, es gibt Elfmeter. Da habe ich dann abgeschalten", meinte Langerak nach dem Spiel.

Trainer Hannes Wolf übte sich bei SPORT1 in Milde: "Man kann die Situation nicht nur Mitch ankreiden."

Bereits zuvor hatte der Ex-Stuttgarter Martin Harnik (26.) mit dem Ausgleichstreffer seinem Ex-Arbeitgeber die Partie vermiest, nachdem Simon Terodde (12.) den VfB mit seinem 11. Saisontor in Führung gebracht hatte. Timo Baumgartl (90.+3) sah kurz vor dem Schlusspfiff nach einem Handspiel noch die Rote Karte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Unser Ziel war es, oben ranzurücken. Unsere Situation ist für den Stand heute gut, aber es ist noch ein weiter Weg", meinte Hannovers Trainer Daniel Stendel zu SPORT1.

Zunächst fanden die Gäste vor 47.125 Zuschauern besser in die Partie und hatten mehr Spielanteile. Doch durch einen Ballverlust von Edgar Prib konnte Stuttgarts Takuma Asano in einem unsortierten Hannoveraner Strafraum den Ball noch auf Terodde legen, der ihn mit der ersten Chance ins Tor grätschte.

Ginczek lässt VfB-Führung liegen

Das Team von Trainer Daniel Stendel wirkte vom Gegentreffer kurz geschockt, die Gastgeber dominierten das Spiel zunehmend. Doch ein hoher Steilpass hebelte die Stuttgarter Defensive aus, Sarenren Bazee legte an der Grundlinie zurück auf Harnik, der den Ball im Vollsprint mit der rechten Hüfte über die Linie drückte. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

Ex-Dortmund-Keeper Langerak rettete die Stuttgarter in mehreren Situationen mit starken Paraden vor einem früheren Rückstand (29./33./38.). 

Der wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Ginczek verpasste in der Schlussphase den vermeintlichen Siegtreffer für Stuttgart, als er den Ball knapp über die Latte schoss. Dann folgte der Schock durch Klaus.

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