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Trainer Torsten Lieberknecht von Eintracht Braunschweig schreit an der Seitenlinie
Torsten Lieberknecht stellte sich demonstrativ vor seine Mannschaft © Getty Images
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Torsten Lieberknecht platzt auf der Pressekonferenz nach dem Aue-Spiel der Kragen. Braunschweigs Trainer schießt gegen die eigenen Fans und verteidigt sein Team.

Torsten Lieberknecht hat auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue (1:1) seinem Ärger Luft gemacht. Der Trainer von Eintracht Braunschweig verurteilte das Verhalten der eigenen Fans und stellte sich demonstrativ vor seine Mannschaft.

"Ich bin zufrieden, weil meine Mannschaft nach dem Kiel-Spiel (1:2 im DFB-Pokal, Anm. d. Red.), wo sie viel Häme einstecken musste, eine Reaktion gezeigt hat", meinte Lieberknecht. "Anscheinend war es die größte Schande, dass wir dort verloren haben. Eine Woche lang werden die Spieler diffamiert. Spieler, die jeden Tag mit Herzblut für diesen Verein trainieren und sich jeden Tag den Arsch aufreißen."

Der Trainer weiter: "Das sind Profis, das weiß ich. Das sind aber auch Jungs, die eine Seele haben. Was hier immer wieder auf die Jungs einprasselt, das ist unfassbar und nicht die Eintracht, die ich kenne."

Lieberknecht nimmt Spieler in Schutz

Der 44-Jährige frage sich, "was Hendrik Zuck verbrochen hat, dass man sich bei jedem Ballkontakt über ihn lächerlich macht"? Eros Dacaj bescheinigte Lieberknecht ein gutes Pflichtspieldebüt. Er mache "einen Fehler und dieses Stadion fängt an zu lachen. Ich verteidige meine Mannschaft bis zum Schluss, das ist Fakt. So etwa kotzt mich an".

Der ehemalige Bundesliga-Profi stellte klar, dass "wir alle irgendwann einmal Fehler machen. Aber keiner von uns stellt sich hin, spielt den Sonnenkönig und sagt, dass wir fehlerfrei sind".

Alle Fans wollte Lieberknecht jedoch nicht verurteilen. "Ich weiß, dass es viele gibt, die uns unterstützen. Aber mittlerweile gibt es mehr, die uns nicht unterstützen und nicht für den Verein da sind", so der 44-Jährige. "Das hat Aue heute vorgemacht: Wie man für einen Verein komplett da sein kann, als Mannschaft und drumherum."

Lieberknecht selbst sei zufrieden mit der Leistung seines Teams und schenke "den Jungs zwei Tage frei, weil sie es verdient haben".

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