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Jan-Fiete Arp sorgte mit seinem Instagram-Posting für Wirbel
Jann-Fiete Arp hat beim Hamburger SV einen Vertrag bis 2021. © Getty Images
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München - Was ist mit Jann-Fiete Arp los? Seit seiner Vertragsverlängerung beim Hamburger SV steckt der 18-Jährige in der Krise. Sein Ex-Coach hatte gewarnt.

Wiederholt sich Geschichte? Bobby Wood spielte in der Saison 2016/17 groß auf und verlängerte vorzeitig seinen Vertrag beim Hamburger SV.

Danach war von dem Stürmer nichts mehr zu sehen. In der Sommerpause wurde er zu Hannover 96 ausgeliehen. Eine gewisse Parallele kann man nun bei Jann-Fiete Arp erkennen.

Im Januar dieses Jahres erzielte der damals 17-Jährige im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart sein zweites Saisontor und war der neue Shootingstar in Hamburg. Es dauerte nicht lange und der FC Bayern klopfte an. Durch den Abstieg des HSV schien ein Wechsel zu den Münchnern nur folgerichtig.   

Arp zieht HSV den Bayern vor

Doch im Juli gab es die überraschende Wende. Der Youngster verlängerte bei den Rothosen. Ein möglicher Wechsel zu den Bayern war damit vom Tisch. 

"Mit dem Abstieg diesen Klub zu verlassen, war für mich nie eine Option. Gerade in so einer harten Zeit kann und will man sich nicht vom HSV trennen, sondern dem Verein das zurückgeben, was er verdient hat", sagte Arp.

"Deshalb war für mich früh klar, dass dieser Weg hier beim HSV für mich noch nicht beendet ist."

HSV: Steiniger Weg für Arp 

Doch dieser Weg scheint für das Sturm-Juwel aktuell mehr als steinig zu sein. Denn seit seiner Vertragsverlängerung steckt Arp in der Krise. Es läuft einfach nicht in dieser Saison.

Ein Einsatz in der Zweiten Liga ist dem inzwischen 18 Jahre alten Supertalent bislang verwehrt geblieben. Auch im Training und in den Testspielen hielt sich Arp bislang in Sachen Torgefahr zurück.

Nur beim Pokalspiel (ein Treffer) und in der Regionalliga für die U21 traf er ins Schwarze.

Am Wochenende gab es einen Test gegen Drittligist Eintracht Braunschweig. Arp spielte. Doch überzeugen konnte er Trainer Christian Titz nicht. "Ich hätte mir von ihm mehr Durchschlagskraft gewünscht", sagte der Coach hinterher.  

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Gisdol warnte vor zu großem Hype

Einer, der in der vergangenen Saison auf Arp setzte, war Ex-Coach Markus Gisdol (wurde im Januar dieses Jahres beurlaubt). Der 49-Jährige holte den Jungen zu den Profis. Doch Gisdol warnte einst schon vor einem zu großen Hype.

"Um Arp herrscht derzeit unglaublich viel Wirbel. Ich gebe ihm den Tipp, er soll sich nicht von jedem belabern lassen", sagte Gisdol. Der Coach wollte das Top-Talent ein Stück weit in Ruhe lassen, "ihm Hilfestellung anbieten, wenn er sie braucht". Gisdol riet damals, der Junge solle grundsätzlich "ganz nah bei sich und seiner Familie bleiben".

Am 28. Oktober 2017 erzielte Arp bei einer 1:2-Niederlage des HSV bei Hertha BSC in seinem zweiten Bundesligaeinsatz seinen ersten Treffer, als er - rund 20 Minuten nach seiner Einwechslung - den Anschlusstreffer erzielte.

Siebtjüngster Torschütze der Bundesliga-Geschichte

Mit 17 Jahren und 295 Tagen wurde er zum bis dahin siebtjüngsten Torschützen der Bundesligageschichte sowie zum bis dahin jüngsten Torschützen des HSV in der Bundesliga und zum ersten Torschützen der Bundesliga-Geschichte, der ab dem Jahr 2000 geboren wurde.

Am darauffolgenden Spieltag stand Arp beim 3:1-Sieg gegen den VfB erstmals in der Startelf. Keine Frage, unter Gisdol funktionierte Arp.

Wie soll es nun weitergehen?

Hilfreich könnte eine Verletzung von Arps Sturm-Kollege Pierre-Michel Lasogga werden. Der Stürmer, der in der Liga und im Pokal je zwei Mal traf, musste im Test gegen Braunschweig nach 33 Minuten raus (Oberschenkelverhärtung). Ob er länger ausfällt, ist offen. Eine neue Chance für Arp?

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