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SG Dynamo Dresden v Hamburger SV - Second Bundesliga
Der Hamburger SV beurlaubte Trainer Christian Titz unter der Woche © Getty Images
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Hannes Wolf gelingt mit dem Auswärtssieg in Magdeburg ein erfolgreicher Einstand beim Hamburger SV. Die Fans trauern trotzdem noch seinem Vorgänger hinterher.

Die HSV-Profis feierten, ihre Fans feierten, doch es war kein gemeinsamer Jubel: Denn der 1:0 (0:0)-Auswärtssieg des Hamburger SV beim 1. FC Magdeburg war bestenfalls der erste Schritt zu einer Aussöhnung.

Während sich die Spieler über ihr erfolgreiches Debüt unter ihrem neuen Coach Hannes Wolf freuten, huldigten die mitgereisten Anhänger dessen am Dienstag beurlaubten Vorgänger Christian Titz mit Sprechchören.

Transparent gegen HSV-Boss Hoffmann

"Diese Rufe habe ich ehrlich gesagt nicht gehört", sagte Wolf nach der Partie abwehrend. Aber wie gereizt die Stimmung in der Hansestadt aufgrund der höchst umstrittenen Entscheidung des Klubs gegen Titz nach wie vor ist, war in Magdeburg nicht nur zu überhören, sondern auch nicht zu übersehen. "Hoffmann, Du wirst von uns hören" - mit diesem Transparent kündigten die Fans weiteren Protest gegen Vorstandsboss Bernd Hoffmann an.

Dennoch war die Erleichterung bei den Gästen über die wichtigen drei Punkte groß. "Wenn man so eine Woche hatte wie wir, mit diesen Zwischentönen, dann tut es wahnsinnig gut, wenn man so ein Spiel gewinnt", erklärte Sportdirektor Ralf Becker. Auch Wolf zog ein positives Fazit: "Das, was ich von der Mannschaft gesehen habe, hat mir gefallen."

Siegtor trotz Unterzahl

Allerdings: Eigentlich bauten die Gäste beim Zweitliga-Neuling nur die ohnehin schon starke Auswärtsbilanz weiter aus. Bemerkenswerter als der Sieg war eigentlich, dass er nach dem Platzverweis für David Bates in 37-minütiger Unterzahl erarbeitet wurde. Nach Vorarbeit von Pierre-Michel Lasogga gelang Khaled Narey in der 77. Minute der Treffer des Tages.

"Auswärts läuft es eben. Jetzt müssen wir es hinbekommen, dass es zu Hause genauso gut läuft", sagte der Torschütze. 

Die nächste Gelegenheit dazu bekommen die Norddeutschen beim Zweitliga-Gipfel am 5. November gegen Mitabsteiger 1. FC Köln. Vorher aber geht es am Dienstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) zum Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden - Wolfs Pokaldebüt bei seinem neuen Arbeitgeber.

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