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Das Derby zwischen St. Pauli und dem Hamburger SV verspricht große Brisanz. Mit einem Sieg würden die Kiezkicker bis auf einen Punkt an den HSV heranrücken.

Das Jahr ist gerade einmal ein paar Wochen alt, da steht für den FC St. Pauli und den Hamburger SV bereits das "Spiel des Jahres" auf dem Programm.

Im direkten Duell (2. Bundesliga: FC St. Pauli - Hamburger SV, ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) geht es dabei nicht nur um wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg, sondern vor allem um die Vorherrschaft in der Hansestadt.

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Einen Vorgeschmack darauf, wie giftig es dabei zugehen könnte, lieferten bereits Pauli-Präsident Oke Göttlich und HSV-Sportchef Ralf Becker. "Das ist eine Frechheit. Solche Aussagen sind nicht zu tolerieren", reagierte letzterer auf die Aussagen aus dem Lager des Stadtrivalen.

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HSV will Rivalen auf Distanz halten

Göttlich hatte zuvor erklärt, dass alles andere als ein Aufstieg des 1. FC Köln und des Hamburger SV eine Überraschung wäre. "Aber eine Überraschung, die sportpolitisch sehr nötig wäre. Und wenn der Fußballgott gerecht ist, dann gewinnt der FC St. Pauli und steigt auch vor dem HSV auf, weil man irgendwann auch mal die Quittung bekommen muss für das, was alles schiefgelaufen ist in den letzten Jahren", fügte er provokativ an.

Von alledem wollen sich die beiden Trainer nicht beeindrucken lassen. Lediglich vier Punkte trennen die beiden Rivalen in der Tabelle, mit einem Sieg wären die Kiezkicker bis auf einen Punkt am ungeliebten Nachbarn dran. Das will Hannes Wolf mit allen Mitteln vermeiden.

"Was es den Fans bedeutet, ist klar. Dass wir Punkte brauchen, ist klar", sagte der HSV-Coach: "Es ist ein besonderes Spiel, auf das wir hinarbeiten." Der 37-Jährige kündigte an, seine Spieler richtig heiß zu machen auf den Auftritt. "Eine ganze Generation von HSV-Fans hat so richtig noch keinen Derbysieg erlebt", sagte der gebürtige Bochumer: "Es wäre Zeit."

Kauczinski glaubt an Sieg von St. Pauli

Im Hinspiel hatten sich die Rivalen 0:0 getrennt, zuvor hatte der 1:0-Sieg von St. Pauli im Volksparkstadion - damals noch in der Bundesliga - sieben Jahre lang für Schmerzen bei den HSV-Anhängern gesorgt. Der bis dato letzte Derby-Sieg der "Rothosen" ereignete sich 2002 (4:0). Nun hoffen 2486 Fans des HSV im mit rund 29.000 Zuschauern ausverkauften Millerntorstadion auf einen großen Schritt Richtung Aufstieg.

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Pauli-Trainer Markus Kauczinski glaubt indes fest an einen Erfolg seiner Mannschaft. "Es wird ein knappes Ergebnis. Ich glaube, dass wir 2:1 gewinnen. Wir freuen uns darauf, mit unseren Fans eine große Party zu feiern. Das wird ein Fest."

Fürth empfängt Dynamo zum Krisengipfel

Deutlich weniger Brisanz verspricht hingegen das Duell zwischen den Tabellennachbarn Greuther Fürth und Dynamo Dresden (2. Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth - Dynamo Dresden, ab 13.30 Uhr im LIVETICKER). 

Mit 29 bzw. 27 Punkten haben beide Teams einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsränge und das, obwohl es bei beiden Mannschaften in diesem Jahr alles andere als gut läuft. 

Die Fürther konnten von ihren jüngsten zehn Partien nur eine gewinnen (drei Unentschieden und sechs Niederlagen), Dynamo wartet in diesem Jahr weiter auf seinen ersten Sieg (zwei Unentschieden und vier Niederlagen). Immerhin schafften die Dresdner beim Debüt des neuen Trainers Cristian Fiel nach einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden gegen Bochum.

Magdeburg und Sandhausen im Kellerduell

Einen Rückschlag musste in der Vorwoche der 1. FC Magdeburg einstecken. Nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen setzte es für den Aufsteiger gegen den MSV Duisburg die erste Niederlage des Jahres (2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg - SV Sandhausen, ab 13.30 Uhr im LIVETICKER).

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Gegen Schlusslicht Sandhausen soll daher der nächste Erfolg her, um nicht wieder auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Für Sandhausen könnte es hingegen die letzte Chance sein, einen direkten Abstieg noch zu verhindern. Bei einer erneuten Pleite würde der Rückstand auf das rettende Ufer bereits acht Punkte betragen.

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