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Der 1. FC Nürnberg unterlag Jahn Regensburg trotz einer zwischenzeitlichen Führung
Der 1. FC Nürnberg unterlag Jahn Regensburg trotz einer zwischenzeitlichen Führung © Imago
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Ein Eigentor in der Nachspielzeit beschert Nürnberg zumindest einen Punkt. Erzgebirge Aue verliert das Verfolgerduell klar. Dennis Diekmeier bricht einen Bann.

Für den 1. FC Nürnberg bleibt die Lage in der 2. Bundesliga bedrohlich.

Im bayerischen Derby bei Jahn Regensburg rettete erst ein spätes Eigentor des kurz zuvor eingewechselten Tim Knipping (90.+4) dem Club noch ein 2:2 (1:1), der Sturz in die Drittklassigkeit rückt nach nunmehr fünf Spielen ohne Sieg aber trotzdem immer näher.

Bereits gegen Erzgebirge Aue hatte ein Eigentor Nürnberg immerhin einen Punkt beschert.

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Nürnberg droht Relegationsplatz

Am Mittwoch könnte der neunmalige deutsche Meister, der durch Mikael Ishak in Führung gegangen war (11.), sogar auf den Relegationsplatz abrutschen. Der Jahn, für den Andreas Albers (44.) und Sebastian Stolze (48.) trafen, verpasste durch den späten Ausgleich einen großen Schritt weg von der Abstiegszone.

"Ich denke, im Abstiegskampf zählen erst mal der Kampf und die Leidenschaft, das haben wir auf den Platz gebracht", sagte FCN-Keeper Christian Mathenia bei Sky.

Mittelstürmer Ishak, der erstmals seit dem dritten Spieltag wieder in der Anfangsformation stand, hatte zunächst für den Höhepunkt in der starken Anfangsviertelstunde des Clubs gesorgt, danach aber wurde der Jahn zusehends besser, drängte die Gäste zurück und kam nach Pfostentreffern von Albers (28.) und Chima Okoroji (38. zunächst zum verdienten Ausgleich.

Von Stolzes Treffer gleich nach der Pause wurden die Nürnberger kalt erwischt, ihren Ausgleichsbemühungen fehlte danach lange Zeit die Struktur. Erst ein Schuss von Ishak (68.) sorgte wieder für Gefahr. Adam Zrelak traf danach die Latte (79.), dann köpfte der fünf Minuten zuvor gekommene Knipping in der Nachspielzeit den Ball ins eigene Netz.

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Darmstadt gewinnt Verfolgerduell

Darmstadt 98 nimmt dagegen die Aufstiegsränge ins Visier. Das Team von Trainer Dimitrios Grammozis gewann bei Erzgebirge Aue mit 3:1 (1:1) und liegt damit vorerst nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Aue rutschte zunächst auf Rang sieben ab.

Wie bereits beim Remis gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg (1:1) verspielten die Gastgeber die Führung durch Florian Krüger (8.). Für die Gäste trafen danach Kapitän Tobias Kempe per Foulelfmeter (19.) und Serdar Dursun (72./81.).

 "Es war wichtig zu zeigen, dass St. Pauli keine Eintagsfliege war", sagte Dursun. Gegen die Hamburger hatte Darmstadt am Wochenende 4:0 gewonnen. Kempe ergänzte: "Ich hatte immer das Gefühl, dass wir zu jeder Zeit auf dem Platz sind, voll da sind und das Spiel gewinnen können."

In der Anfangsphase machten die Gäste aus Darmstadt zunächst Druck. Außenverteidiger Matthias Bader unterlief dann aber der entscheidende Fehler. Nach einem langen Abstoß von Aues Keeper Robert Jendrusch verlor der 22-Jährige den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum. Krüger nutzte die Gelegenheit zur Führung.

Nachdem Jendrusch Manu Braydon im Strafraum zu Fall gebracht hatte, verwandelte Kempe den Elfmeter sicher. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel gelang es Darmstadt danach immer wieder, Akzente zu setzen, ehe Dursun mit einem Doppelpack für die Entscheidung sorgte. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)

Diekmeier mit Tor-Premiere

Der Bann ist gebrochen: Dennis Diekmeier hat dem SV Sandhausen mit seinem ersten Treffer im 294. Spiel als Fußballprofi einen Auswärtssieg beschert. Im Kellerduell beim SV Wehen Wiesbaden sorgte der frühere Hamburger beim 1:0 (1:0) kurz vor der Pause für die Entscheidung (45.).

Sandhausen setzte sich durch seinen ersten Dreier nach der Coronapause mit nun 33 Punkten etwas von den Abstiegsplätzen ab und ist zumindest für 24 Stunden Tabellen-13. Die Wiesbadener (28) bleiben nach der zweiten Niederlage in Folge Vorletzter.

Nach ausgeglichenem Beginn hatten die Gastgeber im zweiten Zweitligaduell der beiden Klubs die erste Großchance des Spiels. Törles Knöll kam nach einem langen Ball aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte aber an SVS-Schlussmann Martin Fraisl (23.).

Ende der ersten Halbzeit gelang auf der Gegenseite Diekmeier mehr als elf Jahre nach seinem Profidebüt das ersehnte Tor. Eine Hereingabe verlängerte Alexander Schirow Richtung Tor, Kapitän Diekmeier köpfte ein und feierte seine Premiere. In der Schlussphase agierten die Gastgeber in Unterzahl, weil Tobias Schwede wegen wiederholten Foulspiels (79.) die Gelb-Rote Karte sah.

Der 30-Jährige war zuvor in 203 Bundesligaspielen für den 1. FC Nürnberg und den Hamburger SV, sechs Bundesliga-Relegationspartien, 59 Zweitliga-Einsätzen für Sandhausen und 15 Drittliga-Einsätzen für Werder Bremen II ohne Torerfolg geblieben. Auch in zehn DFB-Pokalspielen traf Diekmeier nicht.

Osnabrück landet wichtigen Befreiungsschlag

Der VfL Osnabrück hat derweil einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune feierte nach zuletzt zehn Spielen ohne Sieg einen 2:0 (1:0)-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth. Der bislang letzte Sieg war Osnabrück am 15. Dezember gegen Dynamo Dresden (3:0) gelungen.

David Blacha (9.) und Niklas Schmidt (58.) erzielten die Treffer für den Aufsteiger. Dadurch vergrößerten die Niedersachsen den Abstand auf den Relegationsrang zumindest für eine Nacht - Fürth bleibt mit 37 Zählern Achter.

"Wir sind sehr erleichtert, nach zehn Spielen wieder ein Spiel gewonnen zu haben. Es war für uns endlich dieser Moment, dass wir als Sieger vom Platz gehen durften", sagte Thioune: "Wir haben die 2:0-Führung am Ende über die Zeit gerettet, auch nicht ganz unverdient meiner Meinung nach."

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