Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Dimitrij Nazarov springt Aues Mannschaftsbetreuer Thomas Romeyke nach seinem Tor in die Arme und missachtet die DFL-Vorgabe. Nun hofft er auf Milde.

Dimitrij Nazarov war bewusst, dass er gegen die gewünschte Jubeletikette in Zeiten der Coronakrise verstieß. Doch er wollte sich nicht bremsen. 

Nach seinem Treffer zum 1:0  beim 1. FC Nürnberg rannte der 30 Jahre alte Offensivspieler von Erzgebirge Aue an die Seitenlinie und schloss dort Busfahrer und Teambetreuer Thomas Romeyke herzlich in die Arme.

"Ich hoffe, dass die DFL da ein Auge zudrückt. Ich weiß, dass man das alles nicht darf und hoffe, dass sie da etwas Menschlichkeit zeigen", sagte Nazarov am Samstag im MDR.

Anzeige
Meistgelesene Artikel

Der Auer Mannschaftsbus war am Donnerstag auf der Hinfahrt nach Nürnberg an der Auffahrt zur Autobahn 72 bei Hartenstein in einen schweren Unfall verwickelt und durch herumfliegende Fahrzeugteile eines verunglückten PKW getroffen worden.

Fahrer Romeyke hatte eine Gefahrenbremsung eingeleitet und den Bus sicher zum Stehen gebracht.

"Er hat uns das Leben gerettet"

"Er hat uns einfach das Leben gerettet. Wer weiß, was passiert wäre, wenn er nicht so schnell reagiert hätte. Deshalb ging der Torjubel ganz klar an ihn", erklärte Nazarov. Die Auer blieben unverletzt, der PKW-Fahrer und seine Beifahrerin kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Trotz des Schocks traten die Auer knapp 24 Stunden später in Nürnberg an. Die Partie endete 1:1. "Ich kann nur den Hut vor denjenigen ziehen, die mit im Bus saßen und am nächsten Tag wieder gespielt haben. So eine Erfahrung ist unglaublich", verneigte sich Nazarov noch vor seinen Mitspielern.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image