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Dresden musste lange Zeit in Unterzahl spielen
Dresden musste lange Zeit in Unterzahl spielen © Imago
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Nach einer Niederlage in Kiel steht Dynamo Dresden mit einem Bein in der 3. Liga. Verteidiger Chris Löwe lässt seinen Emotionen nach dem Spiel freien Lauf.

Für Dynamo Dresden gehen die Lichter in der 2. Liga allmählich aus. Der Tabellenletzte verlor am Donnerstag auch bei Holstein Kiel mit 0:2 (0:1) und hat nun kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt.

Der Rückstand auf Relegationsrang 16 und den Karlsruher SC beträgt bei noch zwei ausstehenden Spielen fünf Punkte, zudem weist der KSC das deutlich bessere Torverhältnis auf. (Tabelle der 2. Bundesliga)

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Selbst zwei Siege aus den verbleibenden Spielen beim SV Sandhausen und gegen den VfL Osnabrück könnten daher zu wenig sein für Dresden.

Entsprechend frustriert gab sich Dresdens Abwehrspieler nach der neuerlichen Pleite. Der 31-Jährige rechnete im Sky-Interview nach dem Spiel mit der Deutschen Fußball-Liga ab, als er darauf angesprochen wurde, dass sein Klub innerhalb von 19 Tagen sieben Spiele absolvieren musste. 

Löwe emotional: "Wir sind die, die den Preis zahlen"

"Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL, Christian Seifert (Geschäftsführer DFL., Anm.) oder wer auch immer, sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was bei uns in unseren Köpfen vorgeht?", sagte der sichtlich emotionale Verteidiger mit zittriger Stimme. "Das ist denen alles scheißegal! Wir sind am Ende die, die den verf***ten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß!"

Dynamo hatte den Kampf gegen den Abstieg nach der Corona-Pause unter extrem schweren Bedingungen aufgenommen: Wegen positiver Fälle und einer Mannschafts-Quarantäne vor dem Restart musste Dresden nun im Dreitages-Rhythmus ran. Bei nur einem Sieg verlor das Team fünfmal.

Für Löwe nicht verwunderlich: "Wir hauen alle drei Tage raus, was geht. Wir wechseln jedes Mal fünf Positionen aus, können uns nicht einspielen mit der Mannschaft, mit der wir eigentlich spielen würden." Unter diesen Bedingungen könne keine Mannschaft der zweiten Liga erfolgreich ihre Ziele verfolgen. "Und die Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen und entscheiden über unsere Köpfe hinweg und wir sind die Idioten, die das hier ausbaden."

In Kiel brachte Emmanuel Iyoha (45.+1) die Gastgeber beinahe mit dem Pausenpfiff in Führung. Kurz zuvor hatte Dresdens Jannik Müller wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (39.) und schwächte die ohnehin gebeutelte Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski weiter. Lion Lauberbach (80.) sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung. (Liveticker zum Nachlesen)

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Am Donnerstag präsentierte sich Dresden zunächst durchaus auf Augenhöhe, der Platzverweis änderte dies aber: Innerhalb von nur fünf Minuten kassierte Müller die beiden Verwarnungen. Trainer Kauczinski sah wegen Reklamierens anschließend ebenfalls Gelb. (Spielplan der 2. Bundesliga)

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