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München - Der letzte Spieltag der Zweitliga-Saison sorgt für große Emotionen. Beim Hamburger SV herrscht Fassungslosigkeit. Der KSC freut sich über den Klassenerhalt. Die Stimmen.

Mit einer desolaten 1:5-Heimschlappe gegen den SV Sandhausen hat der Hamburger SV am letzten Spieltag der 2. Liga Relegationsplatz 3 verpasst.

Stattdessen geht nun der 1. FC Heidenheim in die Relegationsduelle gegen Werder Bremen - und das trotz einer 0:3-Niederlage bei Meister Arminia Bielefeld. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Dramatisch verlief der Kampf zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Karlsruher SC um den Klassenerhalt. Weil der KSC in Fürth 2:1 gewann, reichte dem FCN das 1:1 bei Holstein Kiel nicht. Die Franken müssen nun in die Relegationsduelle gegen den Dritten der 3. Liga.

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SPORT1 fasst die Stimmen des 34. Spieltags bei Sky zusammen.

Dieter Hecking (Trainer des Hamburger SV):

"Man hat heute gesehen, dass wir unter einer sehr großen Anspannung gespielt haben. Ich war mir eigentlich sicher, dass Bielefeld uns den Gefallen tut und Heidenheim schlägt. Aber dann dürfen wir natürlich nicht nach 20 Minuten zwei so leichte Gegentore kriegen. Dann bringst du dich natürlich noch mehr unter Druck. Diese Nervosität konnten wir im gesamten Spiel nicht mehr ablegen."

'Wir waren nicht frisch genug, nicht laufbereit genug. Wir haben lange nicht ins Spiel gefunden. Mit dem 1:3 war auch der letzte Glaube erloschen. Wir haben es gemeinsam nicht hinbekommen. Wir haben es als großes Ganzes angefangen und sind als großes Ganzes gescheitert."

Marcell Jansen (Präsident des Hamburger SV):

"Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben uns in den letzten Spielen in der Nachspielzeit Punkte wegnehmen lassen und sind deshalb erst in diese Situation zu kommen."

über die Zukunft von Hecking:  "Jonas Boldt (HSV-Sportvorstand, Anm. d. Red.) und Dieter Hecking werden nach der Saison mit der brutalsten Enttäuschung in die Analyse gehen und sich dann dazu äußern."

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Dennis Diekmeier (Torschütze für den SV Sandhausen):

"Ich bin ein souveräner Killer und habe mir den Winkel ausgesucht (lacht)."

über die Gefühlslage seiner ehemaligen Kollegen des HSV: "Das wird eine schwierige Situation für die Jungs." 

Frank Schmidt (Trainer des 1. FC Heidenheim):

"Heute sind wir bei weitem nicht an unser Potenzial rangekommen. Wir haben uns die Relegation aber verdient. Nach dem frühen 0:2-Rückstand habe ich mich informiert, wie es in Hamburg steht."

Christian Eichner (Trainer des Karlsruher SC):

"Wir können noch gar nicht richtig fassen, was heute passiert ist. Wir sind denkbar schlecht ins Spiel gekommen. Der erste Angriff war direkt ein Gegentor aus einem eigenen Einwurf von uns. Parallel führte Wehen Wiesbaden 2:0, der Club ging 1:0 in Führung. Es lief also alles gegen uns. Was dann passiert ist, ist ein Paradebeispiel dieser Mannschaft für die letzten Wochen. Sie hat nie den Glauben verloren. Mir fehlen nach wie vor die Worte. Es sollte an dieser Stelle aber auch ein ganz großes Dankeschön nach Kiel gehen."

Jens Keller (Trainer des 1. FC Nürnberg):

"Wir werden uns auf jeden Fall morgen zusammensetzen und werden der Mannschaft auch ein, zwei Tage frei geben, um einfach auch die Köpfe freizukriegen. Dann werden wir mit voller Energie die zwei Spiele bestreiten. Klar haben wir uns das anders vorgestellt. Wir wollten heute den Sack zu machen, das ist uns leider nicht gelungen. Jetzt müssen wir eine Ehrenrunde drehen."

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