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Der Hamburger SV (weiß) übernahm die Tabellenführung der 2. Bundesliga
Der Hamburger SV (weiß) übernahm die Tabellenführung der 2. Bundesliga © Imago
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Der Hamburger SV kommt im Topspiel der 2. Bundesliga nicht über ein torloses Remis hinaus. Verfolger Karlsruher SC feiert einen Comeback-Sieg.

Der Hamburger SV hat auf dem Weg zum ersehnten Bundesligaaufstieg einen kleinen Rückschlag erlitten.

Im Spitzenspiel des 21. Spieltags der 2. Bundesliga gegen die SpVgg Greuther Fürth kam der HSV trotz langer Zeit in Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Das Positive: Der HSV eroberte die Tabellenführung von Holstein Kiel zurück, liegt jedoch nur dank der besseren Tordifferenz wieder vor dem norddeutschen Konkurrenten, der am Freitag ein 1:0 gegen die Würzburger Kickers vorgelegt hatte. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)

Der HSV ist zwar seit mittlerweile elf Spielen ungeschlagen, hat allerdings auch nur eines der letzten vier gewonnen. Fürth, seit sechs Partien ohne Niederlage, könnte den dritten Platz wieder verlieren, sollte der VfL Bochum am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig punkten.

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"Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend. Wir waren nicht so effektiv wie in den letzten Wochen", gab Hamburgs Aaron Hunt bei Sky zu: "Wir sind ein bisschen geknickt. Obwohl wir ein gutes Spiel gemacht haben, haben wir uns nicht belohnt."

Der HSV hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, im Angriff fehlte jedoch die Durchschlagskraft. Die einzig nennenswerte Torchance hatte David Kinsombi. Sein Kopfball in der 20. Spielminute strich nur knapp über das Fürther Tor. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

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Die Gäste verteidigten clever, nach vorne fehlten ihnen aber Ideen. 

In der 2. Halbzeit schwächten sich die Fürther selbst. Erst sah Sebastian Ernst von Schiedsrichter Sascha Stegemann eine fragwürdige Gelbe Karte, sechs Minuten später wurde er nach einem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. (Die Spiele zum Nachlesen im Ticker)

Der CHECK24 Doppelpass mit Arne Friedrich und Karl-Heinz Riedle - am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Der HSV übernahm in Überzahl das Kommando. Sonny Kittel und HSV-Torjäger Simon Terodde hatten die Führung auf dem Fuß. Diese bejubelte dann Kinsombi (77.) - aber nur kurz. Sein Treffer wurde vom Videoschiedsrichter wegen Abseits nicht anerkannt. 

Trotz Powerplay des HSV in den letzten Minuten blieb es beim 0:0. "Wie wir es in der letzten halben Stunde verteidigt haben, war überragend", meinte Fürths Torhüter Sascha Burchert.

KSC zeigt Moral

Der Karlsruher SC hat derweil im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga Moral gezeigt. Im badischen Duell erkämpfte sich der KSC nach einem 0:2-Rückstand beim SV Sandhausen noch ein 3:2 (0:2) und belegt mit 36 Punkten den fünften Platz. Der Rückstand auf Relegationsrang drei beträgt drei Punkte.

Kevin Behrens (30.) und Patrick Schmidt (40.) trafen für die Sandhäuser zum 2:0-Pausenstand. Philipp Hofmann (46.) und der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (53.) schafften innerhalb von sieben Minuten nach Wiederanpfiff den 2:2-Gleichstand. Erneut Choi (76.), der an allen drei Treffern beteiligt war, zeichnete für das Siegtor des KSC verantwortlich.

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Karlsruhe konnte damit seine Erfolgsserie im Jahr 2021 ausbauen. Im achten Spiel war es der sechste Sieg bei zwei Unentschieden. Hingegen steht für den SVS nur ein Sieg in den letzten sechs Spielen bei vier Niederlagen zu Buche.

Von Beginn entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, beide Teams agierten sehr körperbetont und standen kompakt im Abwehrverbund. Der KSC wirkte eigentlich sogar spielerisch besser und besaß auch einige Chancen, allerdings waren die Hausherren im Torabschluss zunächst effektiver. Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich aber das Bild, der KSC machte viel Druck, kam schnell zum Ausgleich. Schließlich wurde sogar noch ein Sieg eingefahren.

Düsseldorf gewinnt erneut nicht

Die Sieglosserie von Fortuna Düsseldorf hält weiter an. Der Bundesliga-Absteiger kam auch bei Jahn Regensburg nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und blieb im fünften Spiel in Serie ohne Sieg. Nach der sehenswerten Führung der Hausherren durch David Otto (39.) glich Fortuna-Stürmer Kenan Karaman (52.) die Partie aus.

"Wir müssen schleunigst zurück in die Erfolgsspur, weil sonst der Rückstand nach oben zu groß wird", sagte Düsseldorfs Kapitän Andre Hoffmann nach dem Schlusspfiff bei Sky: "Grundsätzlich bin ich aber zufrieden, wie wir das Spiel trotz der Umstände angenommen haben."

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Regensburg hatte vor zehn Tagen den Bundesligisten 1. FC Köln überraschend aus dem DFB-Pokal geworfen und bleibt zum fünften Mal in Folge in einem Pflichtspiel ungeschlagen. Die Fortuna muss dagegen weiterhin mit Tabellenplatz sieben vorliebnehmen, die Aufstiegsränge sind ein ganzes Stück entfernt.

In einer zunächst ausgeglichenen Partie mit Abschlüssen auf beiden Seiten erarbeitete sich der Gastgeber Vorteile und ging nach einem sehenswerten Konter durch Otto in Führung. Düsseldorf fehlte es bis zum 0:1 vor allem an Tempo und Kreativität. Lediglich ein Distanzschuss von Dawid Kownacki stellte Jahn-Keeper Alexander Meyer auf vereistem Rasen vor Probleme (22.).

Nach dem Seitenwechsel verhalf den Gästen ein Kopfball von Karaman zum Ausgleich. Doch in der Folge blieb Regensburg die gefährlichere Mannschaft, Mittelfeldspieler Max  Besuschkow hatte nach einer Ecke die erneute Führung auf dem Fuß, doch traf den Ball aus wenigen Metern nicht richtig (71.).

Männel hält zwei Elfer - doch Aue verliert

Der 1. FC Heidenheim hat nach drei Spielen ohne Sieg wieder drei Punkte in der 2. Fußball-Bundesliga eingefahren. Der FCH setzte sich in der Voith-Arena gegen Erzgebirge Aue mit 2:0 (1:0) durch, wobei Gäste-Keeper Martin Männel gleich zwei Elfmeter parierte. In der 2. Liga wehrte er damit schon 13 Strafstöße ab.

Patrick Mainka (3.) hatte die Heidenheimer früh in Führung gebracht, nachdem wenige Augenblicke zuvor Männel einen Foulelfmeter von Denis Thomalla (ebenfalls 3.) pariert hatte. Aues Steve Breitkreuz sah nach einem Handspiel im Strafraum (36.) die Gelb-Rote Karte. Anschließend parierte Männel den Strafstoß von Christian Kühlwetter (37.). Für den Endstand sorgte Tim Kleindienst (90.+2).

Für den FC Erzgebirge setzte sich damit die Negativserie in Heidenheim fort. Noch nie konnten die Sachsen dort gewinnen und verbuchten bislang in sieben Spielen nur zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. Es war zudem die fünfte Pleite in Folge auf der Ostalb. Durch die Niederlage ist Aue sei drei Spielen in Folge ohne Sieg.

Mit der raschen Führung im Rücken bestimmten die Gastgeber das Geschehen. Der FC Erzgebirge brauchte einen gewisse Anlaufzeit, um sich besser auf den Gegner einzustellen. Die Baden-Württemberger blieben indes in punkto Offensivaktionen bestimmender. Allerdings besaß Aue in Männel den überragenden Mann auf dem Platz.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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