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Die "Kielo Kickers" hießen vorher "Holstein Kielos", dürfen diesen Namen aber wegen eines Verbots von Holstein Kiel nicht behalten © Facebook / Kielo Kickers
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Wie andere Profiklubs auch engagiert sich Holstein Kiel bei sozialen Projekten. Einer Mannschaft von Adipösen verbietet der Zweitligist aber den Namen "Holstein Kielos".

Lobenswert ist es, wenn sich Menschen mit Gewichtsproblemen zum Sport motivieren können, um abzunehmen. So auch Oliver Kraus, der Anfang Juli die Fußball-Mannschaft "Holstein Kielos" gründete und adipöse Menschen aus der Kieler Umgebung dazu aufrief, zusammen mit ihm Fußball zu spielen.

Wie die Kieler Nachrichten berichten, traf die Aktion mit dem pfiffigen Namen gleich auf viel positive Resonanz. Inzwischen haben sich zwölf Teilnehmer gefunden, die sich zwei Mal die Woche treffen, um beim Kicken Gewicht zu verlieren.

Die offensichtliche Anspielung auf den Namen des Zweitliga-Vereins Holstein Kiel wollte Krause der Vollständigkeit halber mit dem Relegationsteilnehmer absprechen. Doch dann bekam er bittere Rückmeldung.

Kiel: Holstein verbietet "Holstein Kielos"

Denn der Profiklub will nicht, dass der Hobbyklub unter diesem Namen läuft. Pressesprecher Wolf Paarmann befürchtet: "Die Namensähnlichkeit ist schon grundsätzlich zu groß, zudem haben wir eine Traditionsmannschaft, die möglicherweise mit "Holstein Kielos" in Verbindung gebracht werden könnte."

Paarmann führt weiter aus, dass der Zweitligist auch in ein eigenes, ähnliches Projekt involviert ist: "Wir betreuen in Kooperation mit der Uni seit einigen Jahren tatsächlich Übergewichtige, die sich auch nach Abschluss des Lehrgangs zum Kicken treffen. Auch für dieses Fanprojekt könnten so schnell Unklarheiten entstehen."

Da sich die neu formierte Gruppe im Kieler Stadtteil Hammer trifft, hat Paarmann ihnen eine alternative Bezeichnung vorgeschlagen: "Warum nicht 'Hammer Kielos'?"

Diese Idee war nicht ganz im Sinne der Freizeit-Fußballer. Sie ließen sich aber nicht lumpen und tauften sich in die "Kielo Kickers" um. Dennoch ist man enttäuscht von der negativen Rückmeldung und Teammitglied Björn Bodde wird deutlich: "Als renommierter Verein hätten die uns lieber unterstützen sollen, als uns in den Hintern zu treten!"

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