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Philipp Lahm spricht über Joachim Löw und Bewerbung für EM 2024
Philipp Lahm ist DFB-Botschafter für die EM 2024 © Getty Images
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EM-Botschafter Philipp Lahm nennt Gründe, warum Joachim Löw immer noch der richtige Bundestrainer ist und spricht über die deutsche EM-Bewerbung.

Mit der Kritik, die er nach seiner Kritik an Bundestrainer Joachim Löw erfahren hatte, kann DFB-Botschafter Philipp Lahm "ganz gut" umgehen.

"Ich will, dass die Mannschaft wieder dahin kommt, wo sie hingehört, absolut in die Weltspitze", sagte der DFB-Ehrenspielführer im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Löw der richtige Trainer, "wenn.."

Löw sei dafür der richtige Trainer, "wenn er ein paar Dinge ändert", sagte Lahm: "Er war sehr erfolgreich bei der Nationalmannschaft und hat uns zum Weltmeister gekürt. Dass so jemand die Chance bekommt, einen Rückschlag zu korrigieren, finde ich nichts Unnormales, die Möglichkeit muss man ihm geben. Ich glaube schon, dass etwas geändert wird. Das sollte man auch, wenn man als Letzter ausscheidet bei einer WM."

Lahm sieht in Löw den richtigen Bundestrainer

Auch zur deutschen EM-Bewerbung äußert sich der ehemalige Profi.Die gesellschaftspolitische Diskussionen über Rassismus und Ausgrenzung in Deutschland hat laut Lahm, der als EM-Botschafter des DFB fungiert wenig Einfluss auf die Bewerbung um die Fußball-EM 2024.

Gesellschaftliche Fragen kein Thema

"In erster Linie ist die Frage: Wie können Sie sich erklären, dass Deutschland bei der WM in der Vorrunde ausgeschieden ist – als Weltmeister. Was drum herum passiert ist, ist weniger ein Thema", sagte der 34-Jährige.

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Die EM wird am kommenden Donnerstag durch das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vergeben, der einzige Konkurrent ist die Türkei. In den Gesprächen im Vorfeld gehe es "viel über das Thema Fußball", sagte Lahm: "Viele haben auch die WM 2006 noch im Kopf. Wie wir uns da präsentiert haben, als weltoffenes Land."

Lahm: "EM bei uns würde Europa mehr zusammenbringen"

Auch vor der Heim-WM vor zwölf Jahren "hatten wir Probleme", sagte er: "Arbeitslosigkeit war ein Thema. Jetzt haben wir die Flüchtlingsthematik. Für mich ist das etwas, an dem man gemeinsam arbeiten muss: als Gesellschaft, im Verband, in den Vereinen, aber auch jeder Einzelne. (...) Jedes Land hat ja seine speziellen Themen, und ich bin überzeugt, dass eine EM bei uns auch Europa wieder mehr zusammenbringen würde."

Seine persönliche Zukunft sieht der frühere Bayern-Profi auch dann beim DFB, wenn das EM-Projekt am Donnerstag scheitern sollte. "Ich strebe schon etwas Längerfristiges an, um richtig an den Themen arbeiten zu können, die mir wichtig sind", sagte Lahm: "Wenn wir über Werte sprechen und darüber, wofür unser Land steht, dann geht das über die Bewerbung hinaus."

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