Tränen und Eistonne: Große Emotionen bei Mertesacker-Abschied
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Hannover - Beim Abschiedsspiel von Per Mertesacker erweisen viele Stars dem Weltmeister von 2014 die Ehre. Der Verteidiger siegt und trifft bei seinem letzten Einsatz.

Per Mertesacker ging mit einem Sieg, einem Tor und einem Lächeln: 40.096 Zuschauer haben Weltmeister Per Mertesacker einen emotionalen Abschied als aktiver Fußballprofi bereitet. Das passende Motto lieferte in der Halbzeitpause die Techno-Band Scooter mit Frontmann H.P. Baxxter: "Hy Per, Hy Per."

90 Minuten lang lieferten "Mertes 96-Freunde" und "Pers Weltauswahl" gepflegten Altherrenfußball ab, am Ende behielt die Weltauswahl mit 10:9 (5:5) die Oberhand.

Zum Abschied in die Eistonne

In der 89. Minute wurde der Hauptdarsteller durch seinen Vater Stefan Mertesacker, einst sein erster Trainer, ersetzt. Es folgte eine Ehrenrunde. Und natürlich durfte die Eistonne nicht fehlen - eine Anspielung an sein legendäres TV-Interview nach dem WM-Achtelfinale.

Mertesacker heult beim Abschied Rotz und Wasser

"Was wollen Sie? Wollen Sie eine erfolgreiche WM oder sollen wir wieder ausscheiden? Ich leg mich jetzt erstmal drei Tage in die Eistonne", blaffte der Innenverteidiger damals den ZDF-Fieldreporter an.

Vor seiner wohlverdienten Abkühlung absolvierte Mertesacker die erste Halbzeit mit seinen 96-Freunden, nach dem Seitenwechsel streifte der 34 Jahre alte Innenverteidiger das weiße Trikot "seiner" Weltauswahl über. Und gleich bei seiner ersten Aktion für das neue Team überlistete er in der 46. Minute Ron-Robert Zieler mit einem Heber.  

Großer Starauflauf in Hannover

Zahlreiche Weggefährten des 104-maligen Nationalspielers hatten den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt gefunden. So standen unter anderem Mertesackers frühere Nationalmannschaftskollegen Jens Lehmann, Christoph Metzelder, und Marcell Jansen ebenso auf dem Platz wie seine ehemaligen 96-Mitstreiter Jörg Sievers, Steven Cherundolo und Christian Schulz.

Der aus Pattensen stammende Abwehrspieler hatte von 2003 bis 2006 seine ersten Profijahre bei Hannover 96 verbracht. Anschließend wechselte er für fünf Jahre zum Nordrivalen Werder Bremen, den er 2011 Richtung London zum FC Arsenal verließ. Dort leitet er seit dem 1. September die Nachwuchsakademie der Gunners.

Wenger: "Nicht nur ein toller Fußballer" 

Sein langjähriger Arsenal-Trainer Arsene Wenger betreute in der WM-Arena am Maschsee die Weltauswahl. Um die 96-Freunde kümmerten sich an der Seitenlinie Ewald Lienen und Peter Neururer. Vor dem Anpfiff des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Babak Rafati zeichnete Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil Mertesacker mit der Sportmedaille des Landes aus.

"Per Mertesacker ist nicht nur ein toller Fußballer, er hat auch schon in jungen Jahren eine Stiftung gegründet, die benachteiligte Jugendliche unterstützt", sagte Weil, der auch den Anstoß ausführte. Für die Mertesacker-Stiftung kamen beim Abschiedsspiel ihres Gründers 300.000 Euro zusammen.

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