Kahn streitet mit Handschuh-Hersteller
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Darf ein Handschuh-Hersteller den Namen "Titan" verwenden? Oliver Kahn meint "Nein". Nun landet der Streit vor dem Münchner Landgericht.

Ist Oliver Kahn der wahre Titan oder nicht? Der ehemalige Nationaltorwart zieht gegen einen Hersteller von Torwarthandschuhen vor Gericht. Weil die Marke "T1tan" heißt, sieht der "Torwart-Titan" Namens- und Markenrechte verletzt.

Darüber entscheidet am heutigen Dienstag das Landgericht München I.

Der ehemalige Nationaltorwart fordert von der Firma aus Baden-Würtemberg Schadenersatz und eine Umbennenung der Firma. Der Streitwert beläuft sich auf 250.000 Euro.

Firma "T1tan" gibt es seit 2013

"Titan" wurde Kahn während seiner Karriere als Torwart beim FC Bayern München und in der Nationalelf genannt. Die Bild erfand den Namen während der WM 2002 in Südkorea. Damals brachte Kahn die deutsche Mannschaft mit seinen Paraden bis ins Finale.

Den gleichen Namen hat inzwischen auch eine Firma aus Baden-Württemberg, die Torwarthandschuhe herstellt: die T1tan GmbH, gegründet 2013.

Kahn, der selbst Handschuhe unter dem Namen "Goalplay" verkauft, sieht Namensrechte verletzt und stellt klar, das er die älteren Rechte an dem Namen habe.

Firma will kämpfen  

Die Firma wird allerdings um ihren Namen kämpfen. Ihr Anwalt Anwalt Ralph Oliver Graef erklärte gegenüber der dpa:

"Matthias Leibitz aus Herbolzheim in Baden-Württemberg hat "T1tan" gegründet und die Bezeichnung 2016 als europäische Marke eintragen lassen. Mit Kahn habe das damals überhaupt nichts zu tun gehabt.

Im Übrigen sei Kahn seit Jahren "Fußball-Rentner", habe "Titan" selbst nie als Marke angemeldet und in einem Interview gesagt: "Ich will kein Titan mehr sein."

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