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Matthias Ginter kritisiert den Umgang mit Sport-Stars
Matthias Ginter kritisiert den Umgang mit Sport-Stars © Getty Images
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Matthias Ginter kritisiert den Umgang mit Sport-Stars in Deutschland. Auch zur Bekleidung von Nationalmannschaftskollege Leroy Sane hat er eine klare Meinung.

Matthias Ginter hat den Umgang mit Sport-Stars in Deutschland beklagt.

"Ich habe viel Biathlon-WM und Nordische Ski-WM geschaut. Wenn ein Deutscher dort Vierter oder Fünfter wurde, wird das fast wie eine Niederlage bewertet, und er muss erklären, warum er die Medaille verpasst hat", sagte Ginter dem Nachrichtenportal t-online.de und ergänzte: "Dabei ist das eine enorme Leistung. Das wird in einer erfolgsverwöhnten Sport-Nation wie unserer manchmal anders eingeordnet."

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Der Defensivspieler des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach äußerte sich auch zum 25.000 Euro teuren Outfit seines Teamkollegen Leroy Sane.

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USA als Vorbild für Deutschland

"Im Erfolg wird er dafür gefeiert, jetzt gibt es Kritik. Die Frage ist: Darf ich nicht mehr herumlaufen wie es meinem persönlichen Modegeschmack entspricht, nur weil wir sportlich gerade nicht zur absoluten Weltspitze gehören?", sagte Ginter und nannte die USA als Vorbild: "In den USA wird gefühlt viel lockerer damit umgegangen. Dort sind alle Gehälter im Sport transparent und es gilt eher die Sichtweise: Jeder kann etwas schaffen, wenn er den nötigen Fleiß mitbringt. Dort wird eher gesehen, was Sportler leisten und erreicht haben." 

Vor dem Auftakt der EM-Qualifikation am Sonntag (EM-Qualifikation: Niederlande - Deutschland, Sonntag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) in den Niederlanden dämpfte der 25-Jährige die Erwartungen. "Ich hoffe, dass die Zuschauer anerkennen, dass jetzt größtenteils nicht mehr die erfahrenen Spieler mit 100 Länderspielen auf dem Platz stehen, sondern eine neue Generation, die noch lernen muss", sagte Ginter.

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