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Freiburg-Trainer Christian Streich nervt der Trubel um seine Person nach der Rempel-Affäre. David Abraham nimmt er unterdessen in Schutz.

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg stört nach dem Rempler durch David Abraham mehr der entstandene Trubel als die Aktion an sich.

"Das nervt mich wahnsinnig. Es ist abartig, dass ich wieder in so einen Scheiß involviert bin. Aber es gibt halt gewisse Dinge, die sind unvermeidlich", sagte Streich am Dienstag bei einem Bühnengespräch der DFB-Kulturstiftung in Freiburg.

Streich: Abraham ist ein netter Kerl

Dem Kapitän von Eintracht Frankfurt hat Streich längst verziehen. "Es ging heiß her, und dann dreht er halt ab, der David. Aber er ist kein böser Mensch, er ist ein netter Kerl", sagte Streich bei der Veranstaltung im E-Werk Freiburg. Nun müssten alle Seiten schauen, "dass man das insgesamt runterfährt."

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Abraham hatte Streich beim 0:1 (0:0) kurz vor dem Ende der Begegnung zu Boden gecheckt und dafür von Schiedsrichter Felix Brych Rot gesehen (90.+6). 

Im folgenden Handgemenge griff der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo (90.+10) Abraham an den Kiefer und sah ebenfalls Rot. Abraham hatte sich direkt nach dem Spiel entschuldigt.

Streich will nicht mit Klopp tauschen

Angesprochen auf die Jobs der europäischen Top-Trainer Jürgen Klopp, Pep Guardiola oder Thomas Tuchel sagte Streich: "Was ist das für ein Druck, immer gewinnen zu müssen? Da möchte ich nicht tauschen."

Vereine wie City oder auch Paris St. Germain hätten zwar finanzstarke Investoren im Rücken, seien aber auch schwer zu trainieren. "Diese Konstrukte sind nicht geschützt. Es gibt große Gefahren. Zum Beispiel ist jeder Spieler ein Star. Aber was ist mit den anderen Stars? Handle das mal als Trainer", sagte Streich und fügte an: "Es wird erwartet, dass sie von zehn Spielen neun gewinnen."

Streich gab jedoch ebenso zu, dass die Erfolgschancen in Liverpool, Manchester und Co. letztlich deutlich größer sind als in Freiburg. "Am Ende hat die Tabelle immer etwas mit Geld zu tun. Aber: Es gibt immer die Möglichkeit, an einem bestimmten Tag in einem bestimmten Moment auch einmal zu gewinnen."

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Er erklärte bei der Veranstaltung im E-Werk Freiburg aber ebenso, auch als SC-Trainer manchmal der Versuchung zu erliegen, sich selbst zu wichtig zu nehmen.

"Das Beste ist es, wenig zu lesen. Wichtig sind ein paar Leute um dich herum, die dich gern haben und sich nicht beeindrucken lassen. Freunde sind das absolut Wichtigste", sagte der 54-Jährige.

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