vergrößernverkleinern
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verkündet einen konkreten Verbesserungsvorschlag für die Handhabung des VAR.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verkündet einen konkreten Verbesserungsvorschlag für die Handhabung des VAR. © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist mit dem VAR im Umgang mit Abseitssituationen unzufrieden - und verkündet einen konkreten Verbesserungsvorschlag.

Aleksander Ceferin ist kein Fan vom derzeitigen Einsatz des Video Assistant Referee (VAR).

Der UEFA-Präsident sowie der Verband haben sich intensiv mit dem Thema befasst und darüber ausführlich in einem Interview mit dem britischen Mirror gesprochen.

Kernpunkt seiner Unzufriedenheit: Die Handhabung des Videobeweises bei Abseitsstellung.

Anzeige

"Das Spiel verändert sich. Und wir haben Angst, dass es sich zu sehr verändert", sagte Ceferin auch am Rande der Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union in Nyon. 

Für Ceferin müssten die Entscheidungen weiterhin vom Referee auf dem Platz getroffen werden. "Die Schiedsrichter sollten die Verantwortung haben.

Nicht irgendwelche Leute, die versteckt in einem Übertragungswagen oder in einem Gebäude 500 Kilometer vom Stadion entfernt sitzen", stellte er klar.

Jetzt das aktuelle Trikot des DFB-Teams bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

"Wenn Sie eine lange Nase haben, sind Sie in diesen Tagen in einer Abseitsstellung", sagte der 52-Jährige. Auch die Linien werden von der VARs gezogen, was in seinen Augen eine subjektive Darstellung objektiver Kriterien sei.

"Unser Vorschlag wird also sein, dass wir dies mit unserer Schiedsrichterdivision besprechen werden und einen Toleranzbereich von 10-20 Zentimetern zulassen", lautet die konkrete Idee des Slowenen.

Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Verbesserung der Transparenz

Die Fußball-Regelhüter des International Football Association Boards (IFAB) wollen zumindest die Transparenz der VAR-Entscheidungen für die Fans verbessern.

Demnach gibt es Überlegungen für eine Testphase, in der Schiedsrichter Durchsagen machen könnten oder zumindest der Schiedsrichterfunk im Fernsehen übertragen wird.

Meistgelesene Artikel

"Wir wollen den Spielraum der Verbände möglicherweise vergrößern", sagte IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud bei sportschau.de: "Manchmal können Fans oder Spieler die Entscheidung nicht nachvollziehen. Wir überlegen, wie man das verbessern kann."

VAR in der Bundesliga

In der Bundesliga gibt es derzeit Texttafeln auf den Videowänden, die über die Entscheidung aufklären sollen.

"Dass der Schiedsrichter auf dem Feld die Entscheidung kommuniziert, halte ich perspektivisch für eine gute Option", sagte Jochen Drees, Projektleiter Video-Assistent beim DFB: "So könnte man die Zuschauer stärker mitnehmen."

Ob diese Testphase tatsächlich gestartet und welche Maßnahmen eingeführt werden, entscheidet das IFAB am 29. Februar.

   

Nächste Artikel
previous article imagenext article image