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Julian Nagelsmann zeigt sich irritiert über die Abwanderungsgedanken von Hannes Wolf und kritisiert die junge Spielergeneration.

Auch im Wintertransferfenster ist RB Leipzig auf dem Transfermarkt aktiv.

Der Tabellenführer der Bundesliga steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Offensivmann Dani Olmo von Dinamo Zagreb. Auch der variabel einsetzbare Valentino Lazaro könnte in diesem Monat noch von Inter Mailand zu den Sachsen dazustoßen.

Viel Konkurrenz für die begehrten Plätze in der Startelf der Roten Bullen, was vor allem Trainer Julian Nagelsmann freuen dürfte.

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Doch nicht alle frohlocken bei diesem Überangebot. Einer, der seine Chancen auf einen Stammplatz schwinden sieht, ist Sommerneuzugang Hannes Wolf. Der Mittelfeldspieler, der die ersten Monate aufgrund eines Knöchelbruchs verpasste, hat mit Marcel Sabitzer, Christopher Nkunku und Emil Forsberg drei ernstzunehmende Konkurrenten vor der Nase.

Sollte der Transfer von Olmo klappen, würde unter Umständen ein vierter hinzukommen. Der 20-jährige Österreicher fürchtet um seine Spielzeit und einen Platz in Österreichs EM-Kader. Daher will er sich unbedingt verliehen lassen.

Nagelsmann kritisiert junge Spieler

Ein Wunsch, der bei seinem Trainer auf Unverständnis stößt. "Das ist ja ein aktueller Trend, dass jeder Spieler, der nicht Stammspieler ist, sofort immer weg will. Für junge Spieler muss es eine Tugend sein, auch mal stetig an etwas dranzubleiben, auch wenn eine Phase in der Karriere nicht so gut verläuft," polterte Nagelsmann am Donnerstag.

Aufgrund des Knöchelbruchs konnte Wolf erst am 7. Dezember gegen Hoffenheim sein Bundesliga-Debüt feiern und kam auch im Folgespiel gegen Düsseldorf zum Einsatz.

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Die letzten drei Bundesligaspiele saß der talentierte Österreicher allerdings auf der Bank. Nagelsmann unterstrich, dass Wolf in einer wichtigen Saisonphase spielen durfte: "Diese Einsätze kann man einerseits als kleinen Hoffnungsschimmer sehen, andererseits aber auch als kleines Geschenk vom Trainer."

Andere Spieler, die deutlich häufiger trainiert hatten, hätte er hintenangestellt - und von diesen hätte sich keiner beschwert, so Nagelsmann weiter. 

Nagelsmann richtet deutliche Worte an Wolf 

Dann wurde der Trainer deutlich: "Grundsätzlich können wir nicht jeden Spieler, der mal unzufrieden ist, weil er nicht spielt, abgeben und verleihen. Du kannst a) nicht nur mit elf, zwölf Spielern eine Rückrunde bestreiten und b) gehört es auch mal dazu, ein Tal in seiner Karriere zu durchlaufen."

Ein andauerndes Weglaufen bringe nichts, meinte Nagelsmann: "Es gehört auch mal dazu, was Negatives durchzustehen, dranzubleiben, Gas zu geben und nicht zu hadern."

Auch das Timing des Wechselgedankens von Wolf sorgt beim RB-Coach für Kopfschütteln. "Ich verstehe den Aufruhr nicht so ganz, ehrlich gesagt", zeigte er sich irritiert. "Es ist ja noch gar nichts passiert, es ist ja nicht so, dass er sechs Monate auf der Bank saß."

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An seinen Spieler richtete er abschließend deutliche Worte: "Einfach arbeiten. Einfach mal sechs, sieben Wochen trainieren, die Dinge übernehmen, die ich sehen will. Und wenn er an Tag X die Chance erhält, dann muss es brennen."

Beherzigt Wolf die deutlichen Worte seines Trainers, könnte nicht nur bei den Leipzigern seine Karriere Fahrt aufnehmen, auch wäre sicherlich ein Platz in Österreichs EM-Auswahl möglich.

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