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Andrea Agnelli (Juventus Turin) ist Chef der ECA
Andrea Agnelli (Juventus Turin) ist Chef der ECA © Getty Images
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Laut der Europäischen Klubvereinigung hat die Coronakrise böse Folgen für die Profivereine. Die ECA befürchtet Verluste in Milliardenhöhe.

Die Europäische Klubvereinigung ECA schreibt der Coronakrise erdrutschartige finanzielle Auswirkungen auf die Profivereine zu und erwartet Einnahmeverluste in Höhe von vier Milliarden Euro.

Das geht aus einer stichprobenartigen Analyse der ECA von zehn europäischen Ligen hervor. Dazu zählen mit der Bundesliga, der englischen Premier League, La Liga in Spanien, der italienischen Serie A und Frankreichs Ligue 1 die fünf reichsten Klassen.

ECA-Vorstandschef Charlie Marshall spricht von einem "Erdbeben". Die von Corona verursachten Probleme würde sich mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht in Luft auflösen, betonte er, und forderte "mehr Nachhaltigkeit" im Wirtschaften.

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Der Verlust in der aktuellen Saison 2019/20 wird von der ECA auf 1,6 Milliarden Euro beziffert, für die kommende Spielzeit seien weitere Einbußen in Höhe von 2,4 Milliarden zu erwarten. Den zehn Ligen - neben den genannten die der Türkei, Niederlande, von Portugal, Schottland und Polen - fehlten in diesem Jahr allein aus Ticketverkäufen 400 Millionen Euro (Rückgang um 14 Prozent), im kommenden weitere 1,1 Milliarden (38,5 Prozent).

ECA-Chef Andrea Agnelli (Juventus Turin) nannte die Pandemie zuletzt eine "real existierende Bedrohung" für die rund 250 Mitglieder. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Anteil der Spielergehälter an den Umsätzen weiter steigen und damit zu stärken Dysbalancen führen wird - vor allem in kleineren Ligen. Mögliche Erlöse aus Spielertransfers wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt.

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