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Mönchengladbach - Denis Zakaria befindet sich nach langer Verletzungspause noch auf der Suche nach seiner alten Form. Trotzdem spricht vieles für einen Wechsel zum FC Bayern.

Denis Zakaria bekam im leeren Borussia-Park Szenenapplaus.

Die gesamte Gladbacher Bank sprang auf, als der 24-Jährige - zur Pause für Tony Jantschke eingewechselt - den ersten Zweikampf gegen Romelu Lukaku gewann. Wild entschlossen fegte Gladbachs Verteidiger dazwischen und trennte den bulligen Inter-Stürmer vom Ball.

Zakaria enttäuscht auf ungewohnter Position

Danach verlor Zakaria den Top-Angreifer allerdings aus den Augen. Der Schweizer trug an der bitteren 2:3-Pleite in der Champions League gegen die Mailänder eine Mitschuld. Schließlich stand er bei beiden Treffern nach der Pause zu weit von Lukaku weg.

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Trainer Marco Rose, der die Leistung seines Schützlings dennoch für ordentlich befand ("Er hat das gut gemacht"), hatte in der Halbzeit einen besonderen Plan. Jantschke, der angeschlagen war und Probleme mit Lukaku hatte, wurde durch Zakaria ersetzt.

Rose stellte das System auf eine Dreierkette um - mit Zakaria auf ungewohnter Position als zentraler Innenverteidiger. Der Not-Plan ging allerdings nicht wie gewünscht auf. Dem Verteidiger, der gegen Inter erst zu seinem vierten Einsatz kam, fehlte in einigen Situationen noch das richtige Timing.

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Vieles spricht für Wechsel zu Bayern  

Was bei der Bewertung allerdings nicht vergessen werden darf: Vor wenigen Wochen erst ist der Schweizer zur Mannschaft dazugestoßen.

Im März hatte sich der Borussen-Star im Spiel gegen den BVB einen schweren Knorpelschaden im linken Knie zugezogen, musste operiert werden und fiel insgesamt acht Monate aus. "Er ist unser Schlüsselspieler", hatte Rose in dieser Zeit immer wieder betont.

Bis zu seiner Verletzung hatte sich der Nationalspieler (28 A-Länderspiele, drei Tore) auf die Zettel zahlreicher europäischer Top-Klubs gespielt - auch auf den des FC Bayern. Schon im vergangenen Jahr waren die Münchner nach SPORT1-Informationen an Zakaria dran. 

Das Interesse des Rekordmeisters am Fohlen-Star, der am Niederrhein noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, ist weiterhin ungebrochen groß.

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Mit Blick auf einen Abgang von Javi Martínez (Vertrag läuft aus) und die Verletzungsanfälligkeit von Corentin Tolisso brauchen die Bayern vor allem im defensiven Zentrum Verstärkung. 

Zakaria zeigte sich am Donnerstag in einer Medienrunde zumindest geschmeichelt vom kolportierten Interesse aus München: "Wenn du ein Spieler bist und es gesagt wird, dass Bayern interessiert ist, dann heißt das, dass du gute Arbeit leistest."

Für einen Wechsel sprechen sicherlich auch die guten Drähte seiner Beraterfirma Lian Sports zum FC Bayern. Mit Leroy Sané und Jérôme Boateng spielen zwei Akteure aus der Zakaria-Agentur bereits beim FCB.

Gladbach will Zakaria behalten

Die Gladbacher haben ihrem Top-Mann allerdings ein Preisschild von mindestens 40 Millionen Euro umgehängt - und grundsätzlich will der Bundesliga-Siebte Zakaria gerne halten.

Ende September hatte Manager Max Eberl im CHECK 24 Doppelpass auf SPORT1 Gespräche bezüglich einer Vertragsverlängerung angekündigt. Nach SPORT1-Informationen wäre die Borussia sogar bereit, eine Ausstiegsklausel einzubauen.

"Wenn Klubs kommen, bei denen die Jungs sagen: 'Da kann ich immer Meister werden oder das Drei- oder Vierfache verdienen', dann wird es schwer für mich", sagte Eberl. "Aber dann ist es auch in Ordnung, dann muss man einen guten Weg und wir müssen neue Spieler finden. Das ist ein steter Prozess, der nie aufhört."

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