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München - Hansi Flick spricht mit Karl-Heinz Rummenigge über dessen Impf-Aussagen. Der Bayern-Trainer unterstützt den Vorstandsboss aus einem einfachen Grund.

Karl-Heinz Rummenigge hat sich im Gespräch mit SPORT1 in die Impf-Debatte eingeschaltet, indem er die Vorstellung geäußert hat, dass geimpfte Profi-Fußballer Vorbehalten gegenüber den Corona-Impfungen entgegenwirken könnten.

Rummenigge, dessen Aussagen in den Medien vielfach falsch und verkürzt wiedergegeben wurden, löste damit eine intensive Diskussion aus. Trainer Hansi Flick hat den Vorstandsboss am Mittwoch in Katar jedoch vehement verteidigt.

Flick: "Wir werden uns hinten anstellen"

"Ich habe mit Karl-Heinz Rummenigge gesprochen und weiß, wie er das gemeint hat", stellte Bayerns Erfolgstrainer klar: "Wir wissen alle, dass andere Menschen Priorität haben und wir uns hinten anstellen müssen und auch werden. Das entscheiden auch nicht wir, sondern die Politik. Letztendlich ist es wichtig, dass erstmal die Risikogruppen drangenommen werden."

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Zuletzt keimte bei verschiedenen Führungspersönlichkeiten in der Bundesliga die Diskussion auf, wonach Impfungen die Zuschauer in die Bundesliga-Stadien zurückbringen könnte.

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Rummenigge hofft auf Fan-Rückkehr in die Stadien

Rummenigge sagte bei SPORT1: "Je mehr geimpft wird, desto mehr Zuschauer könnten eines Tages ohne jegliche Angst ins Stadion zurückkehren. Wir beim FC Bayern sind daran interessiert, nicht nur aus finanziellen, sondern aus Gründen der Fußballkultur, Atmosphäre und Emotionen in die Stadien zurückzubringen. Wir werden gemeinsam mit der Politik Konzepte möglich machen, sodass Zuschauer wieder zurückkehren. Ich glaube, dass es spätestens ab Mitte des Jahres die realistische Chance gibt, wieder mit Zuschauern zu spielen. Das ist wichtig, notwendig und richtig." Der Vorstandsboss weiter: "Es ist unser großer Wunsch, dass Zuschauer bald wieder ins Stadion dürfen, aber nur soweit man das mit Blick auf die Gesundheit verantworten kann."

Rummenigge ist nicht entgangen, dass Teile der Bevölkerung Skepsis gegenüber den Corona-Impfungen hegen, weshalb er dem Fußball eine entscheidende Rolle im Kampf für mehr Glaubwürdigkeit und Vertrauen zutraut.

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Flick macht Impf-Versprechen

"Beim Thema Corona-Impfungen fallen zwei Sachen auf: Aktuell haben wir offensichtlich noch zu wenig Impfstoff, und ein Teil der Bevölkerung betrachtet das Impfen aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen noch kritisch. Hier kann der Fußball aber etwas ganz Wichtiges leisten und mit gutem Vorbild vorangehen", sagte Rummenigge und erklärte: "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung. Denn ich weiß als ehemaliger Fußballer, was der Körper für einen Sportler bedeutet: Alles! Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten."

Schlusswort Flick: "Wenn ich an der Reihe bin, werde ich mich auf jeden Fall impfen lassen."

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