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Trainer Marco Rose wird Gladbach nach der laufenden Saison Richtung Dortmund verlassen - wie schon einige Spieler vor ihm. SPORT1 blickt auf die Transfers zurück.

Die Gerüchte hielten sich lange Zeit hartnäckig, seit Anfang dieser Woche ist es Gewissheit.

Trainer Marco Rose verlässt Borussia Mönchengladbach nach zweijähriger Amtszeit am Ende der laufenden Saison und wechselt zu Borussia Dortmund. Beide Klubs bestätigten den Transfer am vergangenen Montag.

Der 44 Jahre alte Cheftrainer ist nicht der erste Gladbacher, der die Fohlen in Richtung Dortmund verlässt. Er folgt einer Reihe an prominenten Namen. SPORT1 blickt zurück und zeigt, welche Spieler seit Beginn der Bundesliga im Jahr 1963 den Weg vom Niederrhein an den Borsigplatz gefunden haben.

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Reus schießt Gladbach in seiner letzten Saison auf Rang vier

Thorgan Hazard (2019, 25 Mio. Euro Ablöse)

Für Borussia Mönchengladbach brachte es Thorgan Hazard in vier Jahren auf 182 Pflichtspiel-Einsätze und 46 Tore. Im Sommer 2019 verließ der Linksaußen die Rheinländer als Top-Scorer und wertvollster Spieler des Kaders ein Jahr vor Vertragsende. Aufgrund eines Muskelfaserrisses und einer Oberschenkelverletzung stand Hazard für den BVB in der laufenden Saison aber erst in fünf Bundesliga-Spielen auf dem Platz.

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Mahmoud Dahoud (2017, 12 Mio. Euro Ablöse)

In seinem allerletzten Spiel als Gladbach-Trainer hatte Lucien Favre Mahmoud Dahoud erstmals von Beginn an aufs Feld geschickt. Der Durchbruch gelang dem heute 25-Jährigen dann endgültig unter André Schubert. Seit seinem Wechsel nach Dortmund stagniert Dahouds Karriere jedoch, beim BVB schaffte er es bis heute nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus. In 57 Bundesliga-Einsätzen für die Dortmunder kommt Dahoud auf sechs Torbeteiligungen.

Marco Reus (2012, 17 Mio. Euro Ablöse)

Anfang 2012 machte Marco Reus von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und verkündete seinen Wechsel zum BVB. In seiner letzten Saison am Niederrhein führte Reus Borussia Mönchengladbach mit 18 Toren noch auf Rang vier der Bundesliga und wurde zum Fußballer des Jahres gewählt. Mit den Schwarz-Gelben stand der gebürtige Dortmunder 2013 im Champions-League-Finale gegen die Bayern. 2017 gewann er den DFB-Pokal. Insgesamt traf der BVB-Kapitän in 296 Pflichtspielen für die Westfalen 133 Mal.

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Herrlich gewinnt mit dem BVB die Champions League

Heiko Herrlich (1995, 5 Mio. Euro Ablöse)

Heiko Herrlich ist Gladbachs letzter Bundesliga-Torschützenkönig und gewann mit den Fohlen 1995 den DFB-Pokal. Im Anschluss wechselte Herrlich für die bis dahin höchste Ablösesumme bei einem Transfer innerhalb der Bundesliga zum BVB. Mit Borussia Dortmund gewann Herrlich einmal die Champions League und wurde zweimal Deutscher Meister. Aktuell ist der gebürtige Mannheimer Cheftrainer des FC Augsburg.

Frank Mill (1986, 650.000 Euro Ablöse)

Frank Mill hat in vier seiner fünf Bundesliga-Spielzeiten für Borussia Mönchengladbach zweistellig getroffen. 1986 wechselte er zum BVB und gewann mit den Dortmundern drei Jahre später unter Trainer Horst Köppel den DFB-Pokal. 1990 feierte Mill den größten Triumph seiner Karriere: Mit Deutschland wurde der heute 62-Jährige in Italien Weltmeister.

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Brungs steht in den BVB-Geschichtsbüchern

Siegfried Reich (1983)

Obwohl er in der Saison 1982/1983 in 14 Spielen für Gladbach achtmal getroffen hatte, schaffte es Siegfried Reich nie, sich bei den Fohlen unter Trainer Jupp Heynckes durchzusetzen. Nach seinem Wechsel zum BVB lief es für ihn nicht besser. Seine erfolgreichste Zeit erlebte der heute 61-Jährige in seiner Heimat beim VfL Wolfsburg. 1992 schoss er die Wölfe in die 2. Liga und drei Jahre später ins Finale des DFB-Pokals – das Wolfsburg gegen Gladbach verlor.

Franz Brungs (1963)

1960 gewann Franz Brungs mit Gladbach den DFB-Pokal. Und auch beim BVB steht der heute 84-Jährige für immer in den Geschichtsbüchern. Denn für Borussia Dortmund stand Brungs am allerersten Bundesliga-Spieltag 1963 auf dem Platz. 1965 gewann er mit den Schwarz-Gelben den DFB-Pokal und wurde 1968 mit dem 1. FC Nürnberg Deutscher Meister.

 

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