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Ralf Rangnick zurück zu FC Schalke 04? Der Aufsichtsrat muss handeln, denn mit dem Ex-RB-Macher hätte der Klub eine Zukunft, kommentiert SPORT1-Chefreporter Patrick Berger.

Der Ball liegt schon auf dem Elfmeter-Punkt, der FC Schalke 04 muss ihn nur noch verwandeln. Stattdessen gibt es aber Zoff auf oberster Klub-Ebene!

Ralf Rangnick hat sich bereit erklärt, als Sportvorstand auf Schalke zu übernehmen und den Bald-Zweitligisten perspektivisch wieder zu einer erfolgreichen Adresse im deutschen Fußball zu machen. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Eine einflussreiche Geheimgruppe aus Politikern und Sponsoren, die nicht länger zusehen will, wie der einst so stolze Top-Klub vor die Hunde geht, hat bereits Gespräche mit Rangnick geführt und den Plan an Aufsichtsrats-Mitglied Stefan Gesenhues weitergegeben. Auch die Räte Dirk Metz und Matthias Rüter stehen hinter der Idee.

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Rangnick steht bereit - aber Schalke 04 uneinig

Doch statt jubelnd in die Hände zu klatschen und Rangnick mit Kusshand zu nehmen, zerfleischt sich das elfköpfige Gremium. SPORT1 hatte schon am Freitagabend berichtet, dass die Mehrheit (noch) gegen den Rangnick-Plan ist. Von Verrats-Vorwürfen gegen Gesenhues berichten nun die WAZ und die Bild. (SERVICE: Alles zur Bundesliga)

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Der zuletzt eher handlungsunwillige Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Dr. Jens Buchta (favorisiert im Übrigen Markus Krösche von RB Leipzig) sollte seine Eitelkeiten bei Seite legen und mit Vernunft zum Wohle des kriselnden Traditionsvereins handeln!

Dass Rangnick wirklich bereit ist, trotz Anfragen von Top-Klubs (auch mit dem Bundestrainer-Job wird er in Verbindung gebracht) zu übernehmen, ist eine Sensation. Er sieht S04 als emotionale Herzensangelegenheit. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

Rangnick wäre ein Glücksfall für den S04

Sein Name ist auf Schalke mit glorreichen Zeiten verknüpft. Zwei Mal – zwischen 2004 bis 2005 und 2011 - arbeitete der gebürtige Schwabe im Revier, feierte mit den Königsblauen Erfolge in der Champions League und holte den DFB-Pokal.

Rangnick wäre für S04 ein Glücksfall. Auch die Mehrheit der Fans, so der erste Eindruck, sieht das so. In Windeseile machte sich bei großen Teilen der Anhänger Aufbruchstimmung bereit, es gibt auch schon eine Online-Petition pro Rangnick.

Mit seinem großen Netzwerk und seinem Fachwissen wäre Rangnick der ideale Mann. Angst vor unpopulären Entscheidungen hat er keineswegs. Als Entwickler leistete der Ex-RB-Mann, der für seinen Gestaltungswillen bekannt ist, schon in Hoffenheim und Leipzig herausragende Arbeit. Auf Schalke würde er jeden Stein umdrehen.

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Mit Rangnick hätte Schalke wieder eine Zukunft

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt pro Rangnick: Der 62 Jahre alte Manager kann den Klub nach Außen verkaufen. Das war zuletzt unter Jochen Schneider (im Übrigen ein guter Freund von Rangnick) nicht der Fall.

Der Aufsichtsrat, der mit Blick auf die Neuwahlen am 13. Juni in dieser Konstellation bald wohl ohnehin nicht mehr zusammensitzen wird, muss sich jetzt einen Ruck geben und Rangnick holen.

Mit ihm als Sport-Boss hätte der in Trümmern liegende Pott-Klub nämlich wieder eine Zukunft.

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