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DFB-Präsident Fritz Keller
DFB-Präsident Fritz Keller © AFP/SID/DANIEL ROLAND
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Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) will sich vorerst nicht zum Prozedere im "Fall Fritz Keller" äußern.

Frankfurt am Main (SID) - Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) will sich vorerst nicht zum Prozedere im "Fall Fritz Keller" äußern. Gremiumsmitglied Birgit Galley sagte auf SID-Anfrage, "dass wir in der Ethikkommission generell zu laufenden Verfahren keine Informationen geben".

Galley stellte allerdings in Aussicht, dass die Kommission zu einem nicht näher definierten Zeitpunkt "mit abgestimmten Informationen an die Öffentlichkeit" treten wolle.

DFB-Präsident Keller hatte seinen Vizepräsidenten Rainer Koch übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einer Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Keller hat dafür mittlerweile mehrfach um Entschuldigung gebeten, einen Rücktritt aber ausgeschlossen.

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DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge hatten am Dienstag bestätigt, dass sich der Vorgang "in den Händen der Ethikkommission" befindet: "Wir haben großes Vertrauen darauf, dass diese mit ihrer Entscheidung die Glaubwürdigkeit des DFB wiederherstellen wird."

Nach dem Tod des Kommissionsvorsitzenden Thomas Oppermann im Oktober des vergangenen Jahres gehören neben Galley noch Bernd Knobloch, Nikolaus Schneider und Irina Kummert dem Gremium an. Geleitet wird die Kommission kommissarisch von Knobloch. Er ist der Sohn von Charlotte Knobloch, der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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