Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Kevin Pannewitz hat eine bewegte Karriere hinter sich. Die lässt er nun aber endgültig hinter sich - und arbeitet künftig bei der Stadt Berlin.

Seine rund 14.000 Follower dürften nicht schlecht gestaunt haben, als Kevin Pannewitz (29) am Donnerstag auf Instagram seinen neuen Job präsentierte.

In orangener Arbeitskleidung sprach der frühere Fußball-Profi über seine Aufgabe in Berlin. "Ich arbeite bei der Stadtreinigung als Straßenfeger", sagte Pannewitz: "Ich verdiene 1100 und Zerquetschte netto, ich habe 1200 Stunden im Jahr, die ich arbeiten muss."

Nach mehreren Ausflügen in Reality-TV-Shows und andauernden Gewichtsproblemen hat Pannewitz dem professionellen Fußball endgültig den Rücken gekehrt. "Wenn ich gut bin, kann ich übernommen werden. Wenn ich scheiße bin, dann nicht", sagte er. Am späten Vormittag war nur noch ein Teil der Instagram-Story abrufbar, in dem sich Pannewitz in seiner Arbeitsmontur verabschiedete: "Ich muss los. Bis später."

Anzeige

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

Meistgelesene Artikel

Überflieger Pannewitz landet hart 

Der Mittelfeldspieler hatte schon mit 17 Jahren sein Zweitliga-Debüt bei Hansa Rostock gegeben. Nach Eskapaden mit Ausflügen ins Nachtleben wechselte er zum VfL Wolfsburg.

Doch auch der damalige VfL-Trainer Felix Magath bekam das große Talent nicht in die Spur.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath beobachtet Kevin Pannewitz beim Medizinballtraining
Wolfsburgs Trainer Felix Magath beobachtet Kevin Pannewitz beim Medizinballtraining © Imago

"Felix Magath war die Hölle in meinem Kopf. Natürlich ist er Meister geworden und ist eine Persönlichkeit im Fußball, aber diese Zeit war eine psychische Belastung für mich", erklärte Pannewitz unlängst im SPORT1-Interview.

"Er hat das gemacht, was er für richtig hielt. Er wollte mich fit sehen. Aber wenn du mit 21 wie ein Besessener trainierst und in den ersten zwei Monaten keinen anderen Ball siehst außer den Medizinball, dann wartest du auf eine Belohnung - und damit meine ich nicht mein Gehalt. Das kam immer pünktlich. Ich wollte nur Fußball spielen. Der Druck ist das Geld, was ich verdient habe, gar nicht wert. Ich hatte Angst vor den Wochenenden beim VfL."

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Pannewitz beendet Profi-Karriere

In der Folge spielte Pannewitz unterklassig, jobbte nebenbei für eine Handelskette und schleppte Kühlschränke und Waschmaschinen in Wohnungen.

2018 schaffte er bei Carl Zeiss Jena den Sprung zurück in die 3. Liga, wo ihm jedoch nach einem Jahr wegen Übergewichtes wieder gekündigt wurde.

Zuletzt spielte er beim FC Amed in seiner Heimatstadt Berlin in der Kreisliga und fungiert als Trainer beim Nordberliner SC.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image