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Rainer Koch wehrt sich gegen die Vorwürfe von Reinhard Grindel
Rainer Koch wehrt sich gegen die Vorwürfe von Reinhard Grindel © Imago
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Rainer Koch weist die Anschuldigungen in Bezug auf seine Rolle rund um die Recherchen zu fragwürdigen Zahlungen im Rahmen der WM-Vergabe 2006 zurück.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat die Anschuldigungen des früheren Präsidenten Reinhard Grindel in Bezug auf seine Rolle rund um die Recherchen zu fragwürdigen Zahlungen im Rahmen der Vergabe der WM 2006 zurückgewiesen.

Grindel hatte in einem ZDF-Interview gesagt, dass Koch früher als bislang bekannt von den Enthüllungen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel gewusst habe, davon aber "nicht das Präsidium oder zumindest den Präsidenten unterrichtet" habe.

Koch, der derzeit im Mittelpunkt des Machtkampfes an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) steht, ließ über den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) auf SID-Anfrage mitteilen, "dass die Aussagen von Reinhard Grindel nicht der Wahrheit entsprechen. Dass Herr Grindel diese Aussagen zum jetzigen Zeitpunkt trifft und ganz gezielt Öffentlichkeit herstellt, verwundert indes nicht".

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Der Spiegel hatte im Oktober 2015 erstmals über den weiterhin ungeklärten Zahlungsstrom von 6,7 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Vergabe an Deutschland berichtet und den DFB damit in eine tiefe Krise gestürzt. Der damalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach trat zurück, der frühere Schatzmeister Grindel wurde daraufhin zum Nachfolger gewählt.

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Er sei "sehr verwundert" gewesen, sagte Grindel, "dass Herr Koch seine Situation so beschrieben hat, dass er zum ersten Mal von dem ganzen Vorgang hört", als Niersbach das Präsidium in einer Konferenz informierte. 

Dadurch sei die Chance vertan worden, "dass wir als DFB selbst aktiv vor einer Veröffentlichung den Sachverhalt hätten aufklären und entsprechende Maßnahmen von uns aus treffen können. Das hätte der Glaubwürdigkeit des DFB sicherlich sehr geholfen".

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