vergrößernverkleinern
Birgit Kober darf sich über einen neuen Weltrekord freuen
Birgit Kober darf sich über einen neuen Weltrekord freuen © Getty Images
teilenE-MailKommentare

Bei der Para-EM in Berlin gewinnen die deutschen Athleten drei weitere Goldmedaillen. Kugelstoßerin Birgit Kober verbessert zudem ihren eigenen Weltrekord.

Die Staffel um die Super-Sprinter Johannes Floors und Felix Streng zeigte eine weitere Machtdemonstration, Birgit Kober jubelte ausgelassen über ihren nächsten Weltrekord und Nicole Nicoleitzik war nach ihrem zweiten Titelgewinn fast sprachlos. Die deutschen Para-Leichtathleten haben bei der Heim-EM in Berlin am Freitag drei weitere Goldmedaillen geholt.

Dazu gab es am fünften Wettkampftag dreimal Silber und zweimal Bronze.

Staffel begeistert das Publikum

Vor allem die erfolgreiche Titelverteidigung der 4x100-m-Staffel begeisterte das Publikum im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Das Quartett mit den Paralympics-Siegern Floors, Streng, Markus Rehm sowie Startläufer Phil Grolla setzte sich nach dem WM-Sieg 2017 auch bei den europäischen Titelkämpfen in 41,42 Sekunden klar vor Italien (44,17) durch.

"Wir sind die Staffel, die in der paralympischen Geschichte am längsten ungeschlagen ist", sagte Streng: "Und das wollten wir auch bleiben."

Streng und Floors mit Showdown

Streng und Floors, zwei der großen Aushängeschilder des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und beide in ihren jeweiligen Startklassen bereits Einzel-Europameister über 200 m, werden sich nach ihrem erfolgreichen gemeinsamen Auftritt nun am Sonntag einen mit Spannung erwarteten Showdown liefern.

Im 100-m-Finale der Startklasse T64 kommt es zum direkten Duell. "Heute haben wir den Teamgedanken hochleben lassen, am Sonntag ist dann aber wieder jeder im Wettkampfmodus", kündigte Floors an.

Kober verbessert eigenen Weltrekord

Die dreimalige Paralympicssiegerin Kober (F36) verbesserte derweil im Kugelstoßen mit 11,79 m ihren eigenen Weltrekord um 27 Zentimeter. "Ich hatte es ein bisschen gehofft, aber dass es klappt, ist natürlich super", sagte die 47-Jährige. Bronze ging an Juliane Mogge (9,46).

Zuvor hatte bereits Nicoleitzik in der Startklasse T36 nach ihrem Sieg über 200 m auch über 100 m den Titel gewonnen. In 15,60 Sekunden setzte sie sich in einem spannenden Rennen gegen ihre einzige Konkurrentin Jelisabeta Henkina (Ukraine/15,70) durch. "Es war knapp. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll", meinte die überglückliche 23-Jährige.

Müller-Rottgardt mit dritter Medaille

Ihre dritte Medaille im dritten Wettkampf gewann Katrin Müller-Rottgardt. Nach Gold über 100 m und Silber im Weitsprung sicherte sich die sehbehinderte Athletin aus Wattenscheid an der Seite ihres Guides Alexander Kosenkow, selbst dreimaliger Olympia-Teilnehmer mit der deutschen 4x100-m-Staffel, auch über 200 m in der Klasse T12 Silber.

Gleiches war am Vormittag bereits Hanna Wichmann gelungen. Die 22-Jährige aus Greifswald, die am Mittwoch schon Bronze im Kugelstoßen gewonnen hatte, musste sich in der Startklasse F56 im Keulenwurf mit 16,63 m nur der überragenden Ukrainerin Anastasija Moskalenko (19,42) geschlagen geben. Im Speerwerfen gewannen Frances Herrmann (F34) und Andreas Lehmann (T 46) Silber und Bronze.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image