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3. Liga: Wollitz boykottiert PK aus Solidariät mit Meier

Wollitz boykottiert PK für Meier

Claus Dieter Wollitz setzt sich für seinen Trainerkollegen ein

Lesedauer: 2 Minuten

Claus-Dieter Wollitz setzt sich für seinem Trainerkollegen Norbert Meier ein. Der Coach von Energie Cottbus pocht auf die Würde des Menschen.

Claus-Dieter Wollitz ist der Pressekonferenz nach dem wichtigen 2:1-Sieg von Energie Cottbus gegen KFC Uerdingen aus Protest fern geblieben. 

Der Coach des Drittligisten wollte mit seinem Boykott Solidarität zu seinem Trainerkollegen Norbert Meier ausdrücken. Dieser war nach seiner Entlassung in Uerdingen von Klub-Chef Mikhail Ponomarev auf Twitter scharf attackiert worden. 

"KFC-Momentum Norbert Meier: Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der KFC-Geschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland", hatte der Vorstand des KFC verkündet. 

"Jeder Verein hat das Recht, sich von Spielern, Trainern oder Mitarbeitern zu trennen", wurde Wollitz vom kicker zitiert. Aber: "Was über den Trainerkollegen Norbert Meier in der Öffentlichkeit kommuniziert worden ist, war zu viel. Da bin ich solidarisch und stehe Norbert Meier bei."

Wollitz pocht auf die Würde des Menschen

Er finde, dass "die Menschenwürde erhalten bleiben muss. Ein Mensch bleibt für mich ein Mensch, unabhängig davon, ob er gewinnt oder nicht." Wollitz gab an, sein Team im Vorfeld von seinem Boykott informiert zu haben. Von seinem Team habe er dafür "Applaus bekommen."

Heiko Vogel, der neue Trainer bei Uerdingen, war von der Aktion dagegen wenig begeistert. Auch er warb für Meinungsfreiheit, es gebe aber andere Möglichkeiten, seine Meinung kundzutun. Er habe den nötigen Respekt von Wollitz vermisst. 

Mit dem Sieg hatte Cottbus die Abstiegsränge in der 3. Liga verlassen. Uerdingen ist derzeit Tabellen-Zehnter, Vogel ist bereits der vierte Trainer. Sein Vorgänger war nach drei Unentschieden und vier Niederlagen entlassen worden. 

Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen sollte Vogel der letzte Uerdingen-Trainer der Saison bleiben. Hört man Klubboss Ponomarev zu, scheint aber selbst dafür keine Garantie zu geben: "Wenn es uns an unser Ziel bringt, hole ich 18 Trainer. Warum nicht?"