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Stefan Lex trifft mit dem TSV 1860 München auf den FC Bayern
Stefan Lex trifft mit dem TSV 1860 München auf den FC Bayern © Getty Images
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München - Das Derby zwischen 1860 und dem FC Bayern II steht an. Die Vorfreude in München ist groß. SPORT1 hat mit Spielern beider Teams gesprochen.

Am Sonntag ist es wieder soweit.

Das Stadtderby zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern II steht an. Zum ersten Mal seit elf Jahren wird auf Profiebene entschieden, ob die Stadt für einen Tag Blau oder Rot ist. (3. Liga: 1860 München - FC Bayern 2, Sonntag ab 14.00 Uhr im LIVETICKER)

Im Vorfeld des Spiels traf sich SPORT1 mit Maximilian Welzmüller, Kwasi Okyere Wriedt (Spieler des FC Bayern II) und Stefan Lex (1860 München), um über das anstehende Derby zu sprechen. 

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Welzmüllers Familie ist rot - die von Lex blau

Fixpunkte ihres jeweiligen Teams sind die in München geborenen Maximilian Welzmüller und Stefan Lex. Beide verlagerten ihren Lebensmittelpunkt zurück in ihre Heimatstadt mit einem Wechsel im Jahr 2018. 

Bayerns Mittelfeldspieler gelang über die Stationen SpVgg Unterhaching und VfR Aalen, wo er jahrelang auf Dritt- und Zweitliganiveau gespielt hat, an die Grünwalder Straße. Dort ist er einer der Säulen einer sehr jungen Mannschaft, die mit zahlreichen Toptalenten gespickt ist. 

"Ich hatte schon immer eine komplett rote Familie (in Anlehnung an die Vereinsfarbe Rot des FC Bayern; Anm. d. Red.) und bin stolz darauf, mitwirken zu dürfen", so der 29-Jährige. Kleiner Fun-Fact: Welzmüller spielte in der Jugend zeitweise bei 1860 München.

Auf der anderen Seite steht mit Stefan Lex ein Stürmer, der ebenfalls zweitligaerprobt ist. Sein Weg führte ihn über die Stationen Greuther Fürth und FC Ingolstadt zu den Münchener Löwen, von denen er selbst bekennender Fan war und ist. Doch nicht nur er.

"Meine ganze Familie sind Löwen-Fans", erklärt der 33-Jährige die besondere Bedeutung des Spiels. Darüber hinaus gelte es was gut zu machen.

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1860 hat Rechnung offen

In der Saison 17/18 traf 1860 zuletzt auf die Reserve des FC Bayern. Zwar stieg man in jener Regionalligasaison auf, die beiden Stadtderbys haben die Löwen aber verloren (0:1, 1:3). "Das sind zwei Nadelstiche, die noch drinsitzen. Es gilt schon noch etwas auszumerzen", gibt Lex die Marschroute vor. Man müsse dementsprechend selbstbewusst auftreten und auch sagen, dass man das Spiel unbedingt gewinnen wolle.

Für die junge Bayern-Mannschaft gilt: dagegenhalten. Um sich einzustimmen, haben Toptorjäger Kwasi Okyere "Otschi" Wriedt & Co. eine spezielle Methode angewandt.

"Wir haben uns vor ein paar Wochen mal auf YouTube ein paar Videos angeschaut, um uns ein bisschen darauf vorzubereiten und nochmal zu sehen, was für eine Stimmung im Grünwalder Stadion sein kann." 

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"Bierofka-Abgang war sicherlich schmerzhaft"

Nach dem plötzlichen und mit Nebengeräuschen behafteten Abgang von Löwen-Legende Daniel Bierofka, ist der Club auf der Suche nach der nötigen Ruhe im Verein. Für Stefan Lex nach wie vor ein überraschender Abgang.

"Es ist auf jeden Fall eine Veränderung, weil keiner damit gerechnet hat, dass "Biero" auf einmal weg ist. Für den Verein gilt es ein kleines Vakuum zu füllen, weil er vieles vereint hat und auch viel außen herum getan hat." 

Auch Welzmüller ist der Überzeugung, dass es 1860 weh getan habe, da er "den Verein einfach brutal gelebt hat". Doch er legt auch gleich eine Warnung hinterher: "Vielleicht wollen sie ihrem alten Trainer zum Abschied den Derbysieg schenken, den wir zu verhindern wissen müssen".

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Wriedt: "Das sind die Momente, für die man lebt"

Für den neuen Löwen-Trainer Michael Köllner, Ex-Bundesligacoach vom 1. FC Nürnberg, wird es also direkt das hitzige Stadtderby. Lex bescheinigt dem neuen Cheftrainer eine gute erste Woche und sieht, dass sich die Mannschaft mit dem Trainerwechsel mittlerweile arrangiert hat.

"Otschi" Wriedt denkt derweil bereits an mögliche Feierlichkeiten nach einem erfolgreichen Derby. "Wenn der Abpfiff ertönt und wir uns freudestrahlend in den Armen liegen, dann sind das die Momente, für die man lebt und Fußball spielt."

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