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Drei Spieltage sind schon rum in der Fußball-Bundesliga: Und während mancher neuer Akteur gleich phänomenal einschlägt, bleiben andere mehr oder weniger deutlich hinter den Erwartungen zurück.

SPORT1 zeigt die Tops und Flops der Neuzugänge.

TOPS:

DOUGLAS COSTA (FC BAYERN)

Ist mit vier Assists der Top-Vorbereiter der Liga, gegen den Hamburger SV trifft er beim Debüt auch selbst. Beim Sieg über Leverkusen verzückt der von Schachtjor Donezk gekommene Brasilianer zudem, als er sich den Ball mit beiden Beinen selbst über den Kopf lupft und so an Julian Brandt vorbeizieht.

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ANTHONY MODESTE (1. FC KÖLN)

Ist an vier Toren beteiligt (zwei Tore, zwei Assists), netzt ebenso schon beim Einstand. Dazu beweist der ehemalige Hoffenheimer Nervenstärke, indem er zwei Elfmeter verwandelt, die er auch noch selbst herausholt. Eiskalt, der Franzose...

LUC CASTAIGNOS (EINTRACHT FRANKFURT)

Avanciert beim Sieg über den VfB Stuttgart mit zwei Toren und einem Assist (Elfmeter herausgeholt) zu einem der Matchwinner. Vom Muskelfaserriss vor einigen Wochen ist bei dem kopfballstarken Niederländer, gewechselt von Twente Enschede, nichts mehr zu spüren. Mancher vergleicht Castaignos bereits mit dem jungen Thierry Henry.

ARTURO VIDAL (FC BAYERN)

Holt gegen Ex-Klub Bayer Leverkusen einen Elfmeter heraus, ist bei Bayern am häufigsten am Ball (295-mal). Der Aggressive Leader, für 37 Millionen Euro von Juventus Turin verpflichtet und damit teuerste Neuerwerbung des Sommers, besticht durch große Präsenz. Für Irritation sorgt zwischenzeitlich nur Vidals vorzeitige Rückkehr von der chilenischen Nationalmannschaft.

JULIAN WEIGL (BORUSSIA DORTMUND)

Läuft beim BVB am meisten (im Schnitt 11,4 Kilometer) und überzeugt mit einer Passquote von 93 Prozent - das sind Liga-Bestwerte. Das Vertrauen, das Trainer Thomas Tuchel dem von 1860 München geholten Mittelfeldspieler sogleich gibt, zahlt der 20-Jährige voll zurück.

LUKAS HRADECKY (EINTRACHT FRANKFURT)

Der neue Eintracht-Keeper vereitelt als bislang einziger Torhüter in dieser Saison ligaweit zwei Großchancen. Gegen den FC Augsburg hält er sein Team mit starken Paraden im Spiel und ermöglicht so erst das 1:1. Der finnische Nationalkeeper slowakischer Herkunft (vorher Brondby IF) füllt die Fußstapfen des abgewanderten Kevin Trapp bisher gut aus.

STEFAN REINARTZ (EINTRACHT FRANKFURT)

Bereits mit einem Tor und einem Assist - und damit persönlich schon an mehr Treffern beteiligt als in der kompletten Vorsaison in 17 Partien für Leverkusen (ein Tor). So darf es gern weitergehen beim Abwehrstrategen.

ANTHONY UJAH (WERDER BREMEN)

Macht bei den Hanseaten den abgewanderten Franco Di Santo (jetzt Schalke 04) ganz schnell vergessen. Bei der Hertha (1:1) trifft der vom 1. FC Köln gekommene Nigerianer, gegen Mönchengladbach (2:1) holt er den Elfer zum 1:0 heraus. Zudem schon echter Fan-Liebling.

KONSTANTIN RAUSCH (DARMSTADT 98)

Beim VfB Stuttgart ausgemustert, zeigt der 25-Jährige nun bei den Lilien, was eigentlich in ihm steckt. Auf Schalke sichert sein Tor einen Punkt (1:1). Rausch gibt die meisten Torschüsse aller Darmstädter ab (6) und bereitet auch die meisten vor (4, wie andere).

YOSHINORI MUTO (FSV MAINZ 05)

Wer braucht bei den Rheinhessen noch Shinji Okazaki? Landsmann Yoshinori Muto, in seiner Heimat obendrein ein Frauenschwarm, macht den nach England abgewanderten Japaner vergessen. Der 23 Jahre alte Angreifer erledigt Hannover 96 (3:0) mit einem Doppelpack fast im Alleingang, gibt insgesamt bereits sieben Torschüsse ab.

FREDERIK SÖRENSEN (1. FC KÖLN)

Bislang zweikampfstärkster Kölner angesichts einer Quote von 63 Prozent und ganz wichtiger Spieler beim besten Saisonstart des FC seit 19 Jahren. Frederik Sörensen, zuvor bei Juventus Turin unter Vertrag und von dort an Hellas Verona verliehen, hilft auch dank seiner internationalen Erfahrung.

FLOPS:

EMIR SPAHIC (HAMBURGER SV)

Der Bosnier, nach dem Prügel-Skandal bei Bayer Leverkusen vom Hof gejagt, steht bereits bei der Pleite gegen die Bayern (0:5) kurz vor einem Platzverweis. Bei der Niederlage in Köln fliegt Spahic dann definitiv, obwohl die Rote Karte sehr umstritten ist.

PRZEMYSLAW TYTON (VFB STUTTGART):

Viel dicker kann es eigentlich nicht mehr kommen. Der Pole (davor PSV Eindhoven) kassiert bereits acht Gegentore, verursacht dabei zwei Elfmeter und fliegt bei der Niederlage gegen Frankfurt gar mit einer Roten Karte vom Platz - nachfolgende Sperre inklusive. Fazit: Przemyslaw Tyton empfiehlt sich nur unzureichend als Erbe für Sven Ulreich (FC Bayern).

JOSIP DRMIC (BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH):

Fassen wir es kurz: Ist noch ohne Torbeteiligung und kommt in den vergangenen beiden Partien nur noch zu Kurzeinsätzen (jeweils neun Minuten). Der aus Leverkusen gekommene Stürmer ist bisher alles andere als der neue Heilsbringer - und bei der Pleite gegen den BVB mit einer unterirdischen Zweikampfquote unterwegs (13,3 Prozent).

GONZALO CASTRO (BORUSSIA DORTMUND):

Der nächste Ex-Leverkusener, bei dem es nicht läuft: Gonzalo Castro kommt in der Bundesliga erst vier Minuten zum Einsatz. Tja, mehr ist dem dann auch nicht hinzuzufügen.

MEVLÜT ERDINC (HANNOVER 96):

Der Mittelstürmer sollte neue Knipserqualitäten entfachen bei den Niedersachsen (Vorsaison bloß 40 Tore). Doch nun wartet Mevlüt Erdinc selbst noch immer auf sein erstes Saisontor, produziert in 133 Minuten gerade mal zwei Torschüsse. Zudem verschießt die Neuerwerbung (AS Saint-Etienne) mit türkischem und französischem Pass in Darmstadt einen Elfmeter.

ELIAS KACHUNGA (FC INGOLSTADT):

Spielt erst einmal als Joker (für 29 Minuten), hat beim FCI noch gehörig Anpassungsprobleme. Zum Vergleich: Beim SC Paderborn ist Elias Kachunga in der Vorsaison mit sechs Treffern noch bester Torschütze. 

KEVIN KURANYI (1899 HOFFENHEIM):

Die Rückkehr aus Russland in die Bundesliga verläuft in allen Belangen enttäuschend. Nur drei Torschüsse in drei Spielen, in Darmstadt vergibt der Ex-Nationalstürmer aus nächster Nähe die große Chance zum Sieg. Obendrein mehrfach vorzeitig ausgewechselt.

FRANCO DI SANTO (FC SCHALKE 04):

Wie Kuranyi ist auch er noch ohne Tor. In Wolfsburg sitzt er sogar erstmals als Schalker auf der Bank. Gegen Ex-Klub Werder wird es zudem ein Spießrutenlauf für den auch hier schwachen Argentinier. Nach oben hin noch mit ganz viel Luft... 

FABIAN SCHÄR (1899 HOFFENHEIM):

Der Schweizer Nationalverteidiger gewinnt bisher nur ganz schwache 48 Prozent seiner Zweikämpfe. Dabei sagt 1899-Coach Markus Gisdol noch vorm Saisonstart: ""Schär ist ganz sicher ein Gewinn." Zu sehen ist davon recht wenig beim früheren Leistungsträger des FC Basel.  

 

 

 

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