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Zeugnisse der Debütanten
Zeugnisse der Debütanten © SPORT1/ Getty Images/DPA
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In der Länderspielpause holten sich viele Teams noch einmal namhafte Offensivleute. Als einziger Debütant trifft aber ein Innenverteidiger. Die Neuen im SPORT1-Check.

KINGSLEY COMAN: Der Franzose kommt nach einer knappen Stunde gegen Augsburg für Arturo Vidal und belebt das Angriffsspiel der Bayern. Ihm gelingt zwar noch nicht alles. Er sprüht aber vor Spielfreude und deutet an, wie gefährlich er in Dribblings sein kann. 50 Prozent Zweikampfquote sind für einen Offensivmann außerdem nicht schlecht.

ADNAN JANUZAJ: Er kommt beim BVB nach einer Stunde für Jonas Hofmann. Ein Doppelpack wie 2013 bei seiner Startelf-Premiere für Manchester United (2:1 in Sunderland) gelingt der 20-jährigen Leihgabe dabei aber nicht. Der Belgier macht auf der rechten Mittelfeld-Seite nicht viel falsch. Im Gegenteil: Er versprüht mehr Gefahr als Hofmann, schließt zweimal ab und bereitet zwei Schüsse vor.

JULIAN DRAXLER: Der Nationalspieler darf direkt auf der nach Kevin De Bruynes Abgang verwaisten Zehnerposition ran. Draxler ist engagiert und deutet mehrfach seine Klasse an, kann dem Spiel aber nie seinen Stempel aufdrücken. Seine beste Szene hat er in der 64. Minute, als FCI-Keeper Ramazan Öczan seinen Schuss nach feiner Einzelleistung pariert. Insgesamt ist er an fünf Schüssen beteiligt, außerdem holt er sich die Gelbe Karte ab, das Spiel endet torlos.

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DANTE: Der Ex-Bayer wirkt zu Beginn verunsichert, auch weil Ingolstadt direkt früh presst. Mit zunehmender Spieldauer agiert der Brasilianer im Verbund mit seinem gewohnt starken Landsmann Naldo sicherer.

CLAUDIO PIZARRO: Bis zur 82. Minute muss der Rückkehrer bei Werder Bremen auf seinen Einsatz warten. Dann lohnt sich seine Einwechslung gegen 1899 Hoffenheim aber so richtig. Pizarro bereitet das 2:1 durch Anthony Ujah in der Nachspielzeit vor, sein mit Abstand wichtigster von insgesamt sechs Ballkontakten in der Schlussphase.

CHICHARITO: Es hätte ein Traumdebüt werden können für den Mexikaner. Aber kurz nach seiner Einwechslung ballert er die Kugel völlig frei vor Darmstadts Keeper Christian Mathenia in die Wolken. Der ehemalige Manchester- und Real-Profi vergibt danach auch eine kleinere Kopfballchance. Die "kleine Erbse" muss ihre Kaltschnäuzigkeit im Bayer-Trikot noch beweisen. Eine Zweikampfquote von 86 Prozent (6 von 7) ist für einen Stürmer überragend.

KEVIN KAMPL: Kurz vor Transferschluss noch vom BVB an Bayer transferiert, kommt auch Kampl zu einem Kurzeinsatz. Kampl reißt noch einige Meter ab, hängt sich rein. Genauso wenig wie bei Chicharito kann Bayer aber von seiner Einwechslung profitieren. Immerhin Kampls Statistik stimmt: Er schießt zweimal aufs Tor und gewinnt starke 72 Prozent seiner Zweikämpfe.

TONI SUNJIC: Für drei Millionen Euro aus Krasnodar als Ersatz für Antonio Rüdiger gekommen, um der wackligen VfB-Abwehr bei Standards mehr Lufthoheit zu geben. Vor allem aber vorne macht er auf sich aufmerksam. In seinem ersten Bundesliga-Spiel trifft der Bosnier gleich - mit dem ersten Schuss. Dreimal zielt er insgesamt aufs Berliner Tor, am häufigsten von allen Stuttgartern.

JA-CHEOL KOO: Der Südkoreaner kehrt aus Mainz nach Augsburg zurück, wo er bereits in der Rückrunde 2013 auf Leihbasis gespielt hatte. Beim Spiel in München darf er sofort über 90 Minuten ran. An der Augsburger Führung ist Koo als Vorbereiter für Alexander Esswein beteiligt, sein erster Scorerpunkt der Saison nach zwei Kurzeinsätzen für Mainz. Ansonsten zeigt er aber nicht viel, ist mit gerade einmal 39 Prozent gewonnenen Zweikämpfen in dieser Hinsicht der Schwächste auf dem Platz.

VEDAD IBISEVIC: Der Bosnier ist nach seiner Einwechslung kurz vor der Pause sofort im Spiel bei der Hertha. Gegen Ex-Klub VfB Stuttgart wirkt er hoch motiviert und ist vor allem bei langen Bällen oft anspielbar. Die beste Chance des Stürmers ist ein Schuss aufs kurze Eck, den Odisseas Vlachodimos pariert. Ein Tor ist ihm nicht vergönnt - mitjubeln darf er trotzdem. Er arbeitet sich in 27 Zweikämpfen auf, immerhin zehn davon gewinnt er.

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