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Frankfurt am Main - Borussia Mönchengladbach eilt unter Interimstrainer Andre Schubert weiter von Sieg zu Sieg. Bei Eintracht Frankfurt drehen die Fohlen in der zweiten Halbzeit mächtig auf.

Viertes Spiel, vierter Sieg: Borussia Mönchengladbach bleibt unter Interimstrainer Andre Schubert das Team der Stunde.

Am 9. Spieltag der Bundesliga gewannen die vom Verletzungspech geplagten Fohlen bei der bisherigen "Heim-Macht" Eintracht Frankfurt mit 5:1 (1:1) und setzten die mit Schubert gestartete Aufholjagd weiter fort. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Und plötzlich schließt der 44-Jährige auch einen längeren Verbleib nicht mehr aus. "Ich genieße das im Moment, es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Ich habe nie gesagt, dass ich nicht im Profibereich arbeiten möchte. Ich habe nur gesagt, dass ich es nicht zwingend brauche. Es macht aber wahnsinnig viel Spaß, ich schließe es nicht aus, ob hier oder woanders."

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Sportdirektor Max Eberl bestätigte, dass er bislang mit keinem anderen Trainer verhandelt habe. Man führe Gespräche, man orientiere sich und man hole Informationen ein, "aber Andre macht seinen Job auch herausragend".

Dank der Treffer von Raffael (16./57.), Mahmoud Dahoud (51.) und der eingewechselte Andre Hahn (82., Foulelfmeter und 90.) überholte Gladbach in der Tabelle mit nun zwölf Zählern die zuvor in 14 Heimpartien unbesiegten Hessen (9), für die nur Alexander Meier (29. /Foulelfmeter) traf. (DATENCENTER: Tabelle)

Xhaka beißt auf die Zähne

Gleichzeitig tankte Schuberts Mannschaft eine weitere Portion Selbstvertrauen für den Champions-League-Kracher am Mittwoch beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin.

Die Gäste mussten vor 50.700 Zuschauern zwar auf Patrick Herrmann, Nico Schulz (beide Kreuzbandriss) und Martin Stranzl (Bruch des Augenhöhlenbodens) verzichten, dafür wurde Ersatzkapitän Granit Xhaka nach seinem Außenbandriss im rechten Sprunggelenk noch rechtzeitig fit - und das war wichtig.

Der Schweizer Nationalspieler sorgte im zentralen Mittelfeld für Ordnung und koordinierte die Angriffe der Gäste, die in der Anfangsphase trotz guter Ansätze ohne den erhofften Erfolg blieben. Erst als ein Versuch - von Xhaka eingeleitet - konsequent zu Ende gespielt wurde, traf Raffael für die überlegenen Gladbacher zur Führung.

Eine Unachtsamkeit brachte die Borussia aber wieder um den Lohn. Zwar besaßen Raffael und Xhaka (beide 21.) zunächst noch gute Möglichkeiten zum 2:0, dann erlaubte sich Alvaro Dominguez aber einen schlampigen Rückpass auf Yann Sommer.

Gladbachs Schlussmann kam zu spät, brachte Luc Castaignos im Strafraum zu Fall und war beim Elfmeter von Meier chancenlos.

Fohlen schalten einen Gang zurück

Es blieb bis zur Pause das einzige Highlight aus Sicht der Hessen. Frankfurt verschaffte selbst der schmeichelhafte Ausgleich kaum Aufschwung, Gladbach fand trotz der Überlegenheit zu selten den Weg in die gefährliche Zone.

Dies gelang jedoch unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Gladbach mit einem begeisternden Sturmlauf endlich die Entschlossenheit der vergangenen Wochen zeigte.

"Es hat die bessere Mannschaft gewonnen", gab auch Frankfurts Trainer Armin Veh zu. "Wir haben zwar versucht, alles zu geben. Aber der Gegner war schneller und hat mehr Tempo gehabt. Wir haben keinen richtigen Zugriff gehabt und waren zu weit weg."

© SPORT1

Dahoud mit einem abgefälschten Fernschuss und erneut Raffael in seinem 200. Bundesligaspiel trafen ins Tor, Lars Stindl (48.) und Fabian Johnson (55.) zudem nur das Gehäuse. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Angesichts der komfortablen Führung und der bevorstehenden englischen Wochen schaltete die Fohlen-Elf danach einen Gang zurück und konzentrierte sich auf Konter. Die waren aber noch immer gefährlicher als die träge vorgetragenen Angriffe der Gastgeber.

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